28 Februar 2019

Vitrifizierung (von Eizellen) vor dem 35. Lebensjahr erhöht die Erfolgsquote im Vergleich zu einer späteren Durchführung um 40%

• Mehr als 70% der Frauen, die ihre Eizellen in IVI aus sozialen Gründen vitrifiziert haben, sind älter als 35 Jahre

• Dank der Erhaltung der Fruchtbarkeit, welche in IVI seit 2007 durchgeführt wird, sind bereits 187 Babys geboren worden

VALENCIA, 28 FEBRUAR 2019

Die Erhaltung der Fruchtbarkeit war für die Reproduktionsmedizin ein großer Durchbruch. Patientinnen, bei denen Krebs diagnostiziert wurde und sich einer Chemo- oder Strahlentherapie unterziehen müssen, welche ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte, oder auch Frauen, die das Ticken der biologischen Uhr noch in weiter Fernse sehen, jedoch das Mutterwerden mit den eigenen Eizellen in später Zukunft nicht ausschliessen wollen, verfügen nun über eine eigene Fruchtbarkeitsversicherung, die Vitrifizierung genannt wird.

Vor kurzem veröffentlichte die renommierte Zeitschrift Human Reproduction eine Studie mit dem Titel „Elective and onco-fertility preservation: factors related to IVF outcomes“, die von Dr. Ana Cobo, Leiterin der IVI Cryobiology Unit, unter Mithilfe von Dr. José Remohí, Dr. Antonio Pellicer und Dr. Juan Antonio García Velasco, geleitet wurde. In dieser werden die häufigsten Fragen von Frauen bezüglich der Erhaltung der Fruchtbarkeit beantwortet und es werden interessante Statistiken zur Schwangerschaftsrate hinsichtlich Alter und Anzahl der Eizellen von Patientinnen, die diese einfrieren, ermittelt.

„Eine auffallende Tatsache ist, dass Frauen unter 35 Jahren, die ihre Fruchtbarkeit aus sozialen Gründen erhalten, bei der Vitrifizierung von 24 Eizellen eine Erfolgsquote von 94% erzielten. Frauen über 35 mit einer ähnlichen Anzahl von Eizellen erlangen lediglich eine 50%-ige Wahrscheinlichkeit einer Vollzeitschwangerschaft. Daher ist es wichtig, die Fruchtbarkeit vor dem 35. Lebensjahr zu erhalten, was wir bei IVI in unserem Bewusstsein der Auswirkungen des Alters auf die Eizellqualität immer besonders hervorheben“, erklärt Frau Dr.Cobo.

In der Gruppe der Patientinnen, die aus onkologischen Gründen vitrifizierten, wird diese Tendenz nicht beobachtet, was zu einem großen Teil auf die geringere Stichprobengröße der Patientinnen zurückzuführen ist, die ihre vitrifizierten Eizellen wiederverwendeten (siehe folgende Abbildung).

Vitrifizierung

Der Hauptindikator für die Eizellqualität ist das Alter des Patientinnen. Basierend auf diesen beiden messbaren Parametern stellt diese Studie ein klarer Leitfaden für die Möglichkeiten, ein Kind zu bekommen, dar und hilft, eine statistische Realität von großem Interesse zu ermitteln, um auf dem Gebiet der Unfruchtbarkeitsprävention fortzuschreiten.

Diese Studie ist eine Stichprobe der sozialen Realität, aus der hervorgeht, dass die Mehrheit der Patientinnen, die ihre Fruchtbarkeit aus sozialen Gründen erhalten wollen, weiterhin über 35 Jahre alt ist. Tatsächlich umfasst jene Gruppe mehr als 70% der Frauen, die ihre Fruchtbarkeit in IVI aus sozialen Gründen erhielten, 15% waren über 40 Jahre alt. Diese Tendenz ist bei onkologischen Behandlungszyklen invertiert, bei denen 70% der Frauen unter 35 Jahren alt waren.

„Dies ist eine retrospektive Studie, die zu 83,5% von Frauen durchgeführt wurde, die sich für die Erhaltung der Fruchtbarkeit entschieden haben, und zu 16,5% aus onkologischen Gründen (hauptsächlich Brustkrebs). Von diesen Patientinnen sind etwa 700 zurückgekehrt, um zu versuchen, Mütter zu werden. 162 Kinder wurden dank der Erhaltung der Fruchtbarkeit aus sozialen Gründen geboren, 25 Kinder kamen auf die Welt, nachdem ihre Mütter den Krebs überwunden hatten”, erklärt Dr. Cobo.

IVI ist in Spanien Vorreiter bei der Vitrifizierung von Eizellen und weist daher die bisher größte Anzahl von Patientinnen und Ergebnissen auf. Dies hat es ermöglicht, dass die Stichprobe dieser Studie, die aus 6.332 Frauen besteht, die umfangreichste ist, die bislang in Studien die sich auf Daten zur Verwendung, Wirksamkeit und Prognose dieser Gameten-Konservierungsmethode beziehen, veröffentlicht wurde.

Darüber hinaus zeigt die Arbeit eine klare Weiterentwicklung der Technik, wenn diese aus sozialen Gründen durchgeführt wurde. Sie ist in etwas mehr als 10 Jahren um 18% von 2% auf 22% der Gesamtzahl der in IVI durchgeführten Behandlungen gestiegen. (Untersuchungszeitraum: 2007-2017).

„Obwohl die Anzahl der zurückgekehrten Frauen mit 15% aus sozialen Gründen und 10% bei Onkologiepatientinnen immer noch niedrig ist, hat diese Technik in den letzten Jahren ein exponentielles Wachstum erlebt und es wird erwartet, dass die gleiche Tendenz in den kommenden Jahren anhält, was eine detaillierte und eingehende Untersuchung der medizinischen und sozialen Auswirkungen erfordert“, schließt Dr. Cobo.

PRESSESTELLE

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