18 Mai 2020

Andere Optionen zur Amniozentese

amniocentesis
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

 

Sie planen eine Schwangerschaft und möchten sichergehen, dass Ihr Kind ohne Erbkrankheiten zur Welt kommt? Einige werdende Eltern entscheiden sich für eine Amniozentese, bei welcher Fruchtwasser aus der Fruchtblase entnommen und auf Chromosomen-Abweichungen analysiert wird. Jedoch bestehen diverse Risiken bei einer Amniozentese, die wir in diesem Beitrag erläutern. Außerdem präsentieren wir Ihnen alternative Testverfahren, die eine weitaus weniger große Gefahr für Ihr ungeborenes Kind darstellen und dennoch Aufschluss über die genetischen Informationen liefern.

 

Was ist eine Amniozentese?

Bei einer Amniozentese handelt es sich um eine Untersuchung des Fruchtwassers, die ab der 15. Schwangerschaftswoche möglich ist. Ziel des Eingriffs ist es, Chromosomenstörungen und Erbkrankheiten beim ungeborenen Kind auszuschließen. Im Rahmen einer Fruchtwasser-Punktion führt der Mediziner eine hauchdünne Hohlnadel durch die Bauchdecke der Patientin in die Fruchtblase. Hier werden zwischen 15 und 20 Milliliter Fruchtwasser entnommen und die darin enthaltenen Zellen des ungeborenen Babys im Labor untersucht. Neben Anzahl und Struktur der Chromosomen kann so auch eine DNA-Analyse durchgeführt und die Eiweiß-Konzentration gemessen werden. Für den ambulanten Eingriff ist keine örtliche Betäubung notwendig. Die Patientin sollte sich anschließend jedoch einige Tage körperlich schonen. Entscheidet sich eine Patientin für einen Schnelltest, liegen die Ergebnisse bereits nach circa zwei Tagen vor. Das komplette Endergebnis liegt nach ungefähr zwei bis drei Wochen vor.

 

Was sind die Risiken bei einer Amniozentese?

Laut Gendiagnostikgesetz ist ein Arzt dazu verpflichtet, Patientinnen vor dem Eingriff über mögliche Risiken aufzuklären. Im Normalfall verspüren Frauen gar nichts oder lediglich für einige Tage ein leichtes Ziehen im Unterbauch. Jedoch existieren auch weitaus ernstere Amniozentese-Risiken. So kann es als Folge einer Fruchtwasser-Untersuchung zum Abgang von Fruchtwasser kommen. Außerdem kann die Punktion zu Wehen führen oder das ungeborene Kind verletzen. Letztendlich besteht auch das Risiko, dass eine Amniozentese eine Fehlgeburt auslöst. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einer Fruchtwasser-Untersuchung zu unterziehen, sollten Sie außerdem bedenken, dass die Ergebnisse selbst bei einem erfolgreichen Eingriff unklar sein könnten. Bei mehr als 99 von 100 Patientinnen liefert der Test jedoch ein sicheres Ergebnis. Falls dies nicht der Fall sein sollte, müsste eine erneute Punktion durchgeführt werden, bei welcher das ungeborene Kind den genannten Risiken jedoch abermals ausgesetzt wird. Eine sichere Alternative zu einer Amniozentese sind nichtinvasive Pränatal-Tests, die in den

 

Vorteile von nichtinvasiven Pränatal-Tests bei IVI

Dank des Marktführers im Bereich medizinisch assistierter Reproduktion können Sie die Amniozentese-Risiken umgehen und die genetischen Informationen Ihres ungeborenen Babys dennoch auf mögliche Störungen untersuchen lassen. Mithilfe von modernen Technikverfahren kann im Blut der Mutter fetale DNA nachgewiesen und anschließend untersucht werden. Werdende Eltern erhalten dank dieses umfassenden nichtinvasiven Pränatal-Tests Einblicke, ob bei ihrem Baby eine Anomalie der Chromosomen 21, 18 und 13 oder eine Störung der Geschlechtschromosomen X und Y vorliegt. Solche Veränderungen der genetischen Informationen können unter anderem zum Down-, Edwards- oder Patau-Syndrom führen. Bei einem auffälligen Ultraschall oder anderen medizinischen Gründen kann auch ein noch ausführlicherer Test gemacht werden, bei welchem alle Chromosomen analysiert werden. Unter anderem ist es möglich, Mikrodeletionen zu identifizieren oder zu überprüfen, und vorherzusagen ob eine Anomalie vorliegt, die eine Fehlgeburt im ersten Trimester verursachen könnte.

 

Wann sollte ein nichtinvasiver Pränatal-Test durchgeführt werden?

Ein nichtinvasiver Pränatal-Test mithilfe einer Blutprobe von der werdenden Mutter kann ab der zehnten Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Es dauert in der Regel drei Tage, bis die Chromosomen 13, 18 und 21 sowie die Geschlechtshormone auf eventuelle Anomalitäten untersucht werden. Laborergebnisse des kompletten Chromosomensatzes und Mikrodeletionen liegen innerhalb von zehn Tagen vor. Diese Art der Untersuchung bietet sich für folgende Patientinnen an:

 

Sie suchen nach einer sicheren Alternative zur Amniozentese? Dann sollten Sie unsere Experten von IVI schon vor einer geplanten Schwangerschaft bzw. Kinderwunschbehandlung kontaktieren. In unseren europaweiten IVI-Kliniken bieten wir verschiedene Pränatal-Testverfahren an. Vereinbaren Sie noch heute einen ersten Termin und lassen Sie sich vom Marktführer im Bereich medizinischer Reproduktion ausführlich beraten.

 

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