Die Eierstockgröße kann wichtige Hinweise auf die ovarielle Reserve geben und dabei helfen einzuschätzen, wie viele Eizellen eine Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens noch hat. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die den Zustand der ovariellen Reserve beeinflussen, wie zum Beispiel die Qualität der vorhandenen Eizellen. Heute sprechen wir über die Eierstockgröße und ihren möglichen Zusammenhang damit, wie leicht oder schwierig es ist, schwanger zu werden – sowie über weitere wichtige Aspekte.
Ist die Eierstockgröße wichtig?
Die Eierstockgröße ist wichtig, weil sie einen Hinweis auf den Zustand der ovariellen Reserve und die reproduktive Kapazität gibt. Eine auffällige Größe kann mit Problemen wie der Menopause, einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz oder dem polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS) zusammenhängen und sowohl die Zahl der Eizellen als auch die Hormonfunktion beeinflussen.
Menopause: Die Eierstöcke verkleinern sich
Während der Menopause nehmen die Eierstöcke nach und nach an Volumen ab, als Folge des Nachlassens der ovariellen Aktivität. Da sie keine Sexualhormone und keine Eizellen mehr produzieren, wird ihre Struktur weniger aktiv und fibrotischer; der durchschnittliche Eierstock erreicht dann etwa eine Größe von 20 × 7,5 × 10 mm.
Diese Verkleinerung zeigt, dass die Eierstöcke ihre Funktion, Eizellen für die Befruchtung bereitzustellen, verloren haben und die Hormonproduktion deutlich reduziert ist.
Welche Größe haben die Eierstöcke?
Die normale Größe der Eierstöcke einer erwachsenen Frau liegt bei ungefähr 40 × 30 × 20 mm, was einem Volumen von etwa 4–6 ml entspricht.
Allerdings verändert sich die Größe im Verlauf jedes Zyklus, vor allem durch das Wachstum des dominanten Follikels – also des größten Follikels, der sich in jedem Menstruationszyklus entwickelt und während des Eisprungs die Eizelle freisetzt.
Vergrößerter Eierstock: mögliche Ursachen
Zu den Ursachen, die bei einer deutlichen Vergrößerung eines Eierstocks in Frage kommen, gehören unter anderem:
- Zysten
- benigne oder bösartige Tumoren
- polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
- ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
- Endometriose
Hervorzuheben ist, dass eine vergrößerte Gebärmutter bei Frauen in der Menopause häufiger vorkommt. Dennoch kann auch eine Frau im reproduktiven Alter diese Veränderung entwickeln.
Besteht ein Zusammenhang zwischen die Eierstockgröße und der Chance, schwanger zu werden?
Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Abmessungen der Eierstöcke und der Fruchtbarkeit. Die Eierstockgröße kann widerspiegeln, wie viele Eizellen noch vorhanden sind – also den Zustand der ovariellen Reserve.
Sind die Eierstöcke für das Alter kleiner als erwartet, kann dies auf eine verringerte Anzahl an Eizellen hinweisen und damit die natürliche Empfängnis erschweren.
Umgekehrt kann das Vorliegen von Zysten, wie beim polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS), die Größe der Eierstöcke und die Anzahl der Follikel verändern und ebenfalls zu Schwierigkeiten führen, schwanger zu werden.
Was kann eine Auffälligkeit an einem Eierstock bedeuten?
Ein auffälliger Eierstock kann ein Hinweis auf eine gutartige oder bösartige Veränderung in Form einer Zyste sein. Dazu gehören unter anderem:
Funktionelle Zysten
Sie entstehen im Rahmen des Eisprungs. In jedem Zyklus bildet sich ein Follikel, in dessen Innerem sich die Eizelle befindet, die beim Eisprung freigesetzt wird. Platzt der Follikel nicht, kann die Eizelle nicht freigegeben werden und es bildet sich eine sogenannte Follikelzyste.
Dermoidzysten
Sie sind gutartige Tumoren, die häufig bereits bei der Geburt vorhanden sind und Gewebe wie Haare, Haut oder sogar organähnliche Strukturen enthalten können.
Endometriome
Dies sind Zysten, die bei bis zu 50 % der Frauen mit Endometriose an den Eierstöcken auftreten können.
Zystadenome
Gutartige Tumoren epithelialen Ursprungs, die mit schleimiger oder seröser Flüssigkeit gefüllte Zysten bilden.
Wie kann man eine niedrige ovarielle Reserve verbessern?
Eine erniedrigte ovarielle Reserve lässt sich nicht wieder erhöhen, da sie mit jedem Menstruationszyklus natürlicherweise abnimmt. Es gibt jedoch einige Empfehlungen, die Ihre allgemeine reproduktive Gesundheit unterstützen können, zum Beispiel:
- Verzicht auf Alkohol und Tabak
- Eine gesunde, ausgewogene Ernährung
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Ein gutes Gewichtsmanagement
Fazit über die Eierstöckgröße
- Die ovarielle Reserve gibt an, wie viele Eizellen eine Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt noch hat.
- Die Größe der Eierstöcke spielt eine Rolle, weil sie die ovarielle Reserve und die Fruchtbarkeit widerspiegeln kann.
- Auffällige Größenveränderungen können mit Menopause, vorzeitiger Ovarialinsuffizienz oder PCOS zusammenhängen und die Hormonfunktion beeinträchtigen.
- Die Eierstöckgröße verändert sich im Verlauf des Zyklus durch das Wachstum des dominanten Follikels.
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