4 Dezember 2020

Sekundäre Unfruchtbarkeit: Wie Sie damit umgehen

sekundäre Unfruchtbarkeit
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Denken Sie mit Freude an Ihre erste Schwangerschaft zurück? Ist es Zeit für ein zweites Kind? Doch selbst wenn es beim ersten Mal problemlos geklappt hat, kann eine zweite Schwangerschaft durchaus auf sich warten lassen. Wenn Sie befürchten, dass Sie von einer sekundären Unfruchtbarkeit betroffen sind, sollten Sie einen Termin mit Ihrem Frauenarzt vereinbaren. Wir widmen uns in diesem Beitrag zunächst einer Definition von sekundärer Unfruchtbarkeit und erklären im Anschluss, woran es liegen kann, dass Sie nicht erneut schwanger werden können. Zudem erfahren Sie, inwiefern eine In-vitro-Fertilisation (IVF) bei einer sekundären Sterilität weiterhelfen kann.

 

Sekundäre Unfruchtbarkeit: Definition der Sterilität

In der Medizin ist von einer sekundären Sterilität dann die Sprache, wenn ein Paar nach einer ersten Schwangerschaft kein weiteres Mal schwanger wird. Selbst, wenn es beim ersten Kind schnell und ohne Probleme mit dem Schwangerwerden geklappt hat, kann ein zweites Kind länger auf sich warten lassen. Wenn sich nach einem Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine erneute Schwangerschaft einstellt, liegt eine sekundäre Unfruchtbarkeit vor. Die sekundäre Sterilität Definition trifft auch dann zu, wenn die erste Schwangerschaft nicht vollständig ausgetragen wurde oder das erste Kind zu früh auf die Welt gekommen ist. Wie bei Paaren, die vergebens versuchen, zum ersten Mal schwanger zu werden, sollte auch bei einer sekundären Unfruchtbarkeit genau untersucht werden, welche Gründe eine Schwangerschaft verhindern. Sollten Sie Probleme haben, ein weiteres Mal schwanger zu werden, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt. Dieser wird entsprechende Tests und Untersuchungen durchführen. Zudem können Sie unsere IVI-Kinderwunschkliniken kontaktieren, um herauszufinden, ob Sie an einem Fruchtbarkeitsproblem leiden.

 

Gründe für weibliche Fruchtbarkeitsprobleme

Wenn ein zweites Kind oder eine erneute Schwangerschaft auf sich warten lässt, könnte dies unter anderem an einer weiblichen Fruchtbarkeitseinschränkungen liegen. Ungesunde Lebensgewohnheiten, Hormonstörungen, organische Probleme, Fehlbildungen und Erkrankungen können dahinterstecken. Unter anderem nehmen die Eizellreifung- sowie -qualität mit dem Alter der Frau ab. Außerdem kann ein hormonelles Ungleichgewicht dafür sorgen, dass der Eisprung ausbleibt oder keine Einnistung stattfinden kann, da sich die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend aufbaut. Ein Hormonproblem kann zum Beispiel aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung oder Medikamenteneinnahme vorliegen. Auch Krankheiten wie Endometriose, Tumore, Myome und Zysten können eine Sterilität verursachen. Um der Ursache von Fertilitätsproblemen auf den Grund zu gehen, kann es hilfreich sein, seinen Monatszyklus sowie etwaige Beschwerden genaustens zu beobachten.

 

Die häufigsten Ursachen für männliche Fertilitätsprobleme

Doch nicht selten liegt ein unerfüllter (zweiter) Kinderwunsch an einem männlichen Fruchtbarkeitsproblem. Bei rund 50 Prozent aller ausbleibenden Schwangerschaften ist die Ursache eine Fruchtbarkeitsstörung beim Mann. Können ein gestörter Spermientransport durch teilweise oder komplett verschlossene Samenleiter, ein Harnblasenverschluss, eine Infektion und eine Störung der Nebenhodenfunktion ausgeschlossen werden, ist es eine gute Idee, ein Spermiogramm erstellen zu lassen. Hierbei wird die Samenprobe im Labor auf eine Störung der Samenzellbildung geprüft. Ein fruchtbarer Mann sollte etwa 39 Millionen Spermien im Ejakulat haben. Von den Spermien sollten mindestens 32 Prozent gut beweglich und vier Prozent oder mehr normal geformt sein. Liegen die Ergebnisse unterhalb dieser Werte, weist der männliche Partner eine reduzierte Samenqualität auf, was die Chancen auf eine natürliche Befruchtung reduziert.

 

Kann eine IVF zum Wunschkind verhelfen?

Sollten Sie aus eigenen Kräften nicht wieder schwanger werden, ist ein Termin bei Ihrem Gynäkologen der erste Schritt. Wenn Ihnen dieser zu einer Kinderwunschbehandlung rät, sollten Sie sich an die Reproduktionsexperten von IVI wenden. Mitunter könnte für Sie eine In-vitro-Fertilisation (IVF) in Frage kommen, um Ihre Chancen auf eine weitere Schwangerschaft bei einer sekundären Unfruchtbarkeit zu erhöhen. Diese medizinisch assistierte Reproduktionsbehandlung bietet sich vor allem dann an, wenn die Spermienqualität des Mannes eine schlechte Qualität aufweist oder die Frau geschädigte Eileiter hat, aufgrund ihres Alters eine mangelhafte Eizellqualität besitzt oder an Endometriose erkrankt ist. Im Rahmen einer IVF unterzieht sich die Frau einer hormonellen Stimulation, wonach die Eizellen entnommen und im Labor mit den männlichen Samenzellen vereint werden. Der qualitativ hochwertigste Embryo wird nach der Kultivierungszeit in die Gebärmutter übertragen, wo sich dann eine Schwangerschaft einstellen kann.

 

Sekundäre Unfruchtbarkeit: Weitere Behandlungsoptionen

In einem ersten Schritt sollte erst einmal versucht werden, die Ursache für die sekundäre Unfruchtbarkeit zu beheben, sofern dies möglich ist. Bei Paaren, die mindestens drei erfolglose IVF-Zyklen hinter sich haben, könnte eine intrazytoplasmatische Spermien-Mikroinjektion (ICSI) zum gewünschten positiven Schwangerschaftstestergebnis führen. Dieses Verfahren ist ebenso wie IVF eine medizinisch assistierte Kinderwunschbehandlung, allerdings läuft sie noch technologisierter ab. Während Ei- und Samenzelle bei einer IVF in einer Kulturschale aus eigenen Kräften miteinander verschmelzen, wird die Samenzelle bei einer ICSI direkt in die Eizelle gespritzt. Doch welche Optionen haben Paare mit gravierenden Fruchtbarkeitsproblemen oder einer Unfruchtbarkeit? IVI bietet Patienten beispielsweise Samenspenden aus einer der größten Samenbanken der Welt sowie Eizellspenden an. Wenden Sie sich an unsere Kinderwunschexperten, um herauszufinden, welches Verfahren sich in Ihrem Fall am besten eignet.

 

Wie kann man die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen?

Paare mit einem Kinderwunsch sollten darauf achten, einen gesunden und ausgeglichenen Lebensstil zu führen. Eine ausgewogene Ernährung ist ebenso wichtig wie die Reduzierung von Stress im privaten sowie beruflichen Umfeld. Bei einer gründlichen medizinischen Untersuchung sollte unter anderem auch getestet werden, ob einer der beiden Partner an einer Geschlechtskrankheit leidet. Weiterhin können Paare darauf achten, ausreichend Sport zu treiben und ein normales Körpergewicht zu erreichen, da sowohl Unter- als auch Übergewicht die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen können. Es versteht sich zudem fast von selbst, dass Paare mit einem Kinderwunsch auf Drogen und Zigaretten verzichten sollten. Rauchen wirkt sich beispielsweise negativ auf die männliche Samenqualität aus. Auch von einem übermäßigen Alkoholkonsum ist dringendsten abzuraten. Letztendlich spielt auch der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs eine Rolle: Wer an den fruchtbaren Tagen rund um den Eisprung Sex hat, erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung.

 

Sie haben aufgrund einer sekundären Unfruchtbarkeit Probleme, ein zweites Kind zu zeugen? Dann sind Sie in den Kinderwunschkliniken von IVI genau richtig. Mithilfe unserer hochmodernen Reproduktionsbehandlungen werden jedes Jahr zahlreiche Kinder geboren. Informieren Sie sich bei uns über eine IVF sowie weitere Kinderwunschbehandlungen. Unsere Spezialisten sind da, um Paaren mit Fruchtbarkeitsproblemen zum Wunschkind zu verhelfen – ganz unabhängig davon, ob es sich um ihr erstes Kind oder ein Geschwisterkind handelt.

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