10 August 2017

Sport treiben ist gesund und fördert die Fruchtbarkeit: Aber alles in Maßen

IVI

Sich sportlich zu betätigen ist gesund und wir von IVI raten immer wieder dazu, sich körperlich zu ertüchtigen, wenn es darum geht, den Kinderwunsch durch eine gesunde Lebensführung zu unterstützen. Für ein gesundes Gewicht ist eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivität wichtig. Vitamine aus frischem Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte gehören auf den Speiseplan. Greif zu pflanzlichen (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl) statt zu tierischen Fetten! Auf Chips und Fertigprodukte sollte weitgehend verzichtet werden. Fisch und helles Fleisch (Hähnchen, Pute) sind Schweine- oder Rindfleisch vorzuziehen.

Von exzessivem Sport wird abgeraten. Warum genau?

Für alle gilt: Im Sport übertreiben kann der Gesundheit schaden. Körperliche und psychische Beschwerden, ein sportliches Burnout können die Folgen sein. Es ist wichtig, ein paar grundlegende Regeln zu beachten, damit der Sport nicht zur Belastung für den Körper wird. Übungen korrekt auszuführen ist ein wichtiger Gesundheitsaspekt. Andernfalls drohen Verletzungen. Für Anfänger im Fitnessstudio besteht eine große Gefahr, die Sportgeräte so nutzen zu wollen wie erfahrene Anwender. Zerrungen und Muskelrisse können die negative Konsequenz sein. Wer zu lange am Limit seiner Möglichkeiten trainiert, dem drohen Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen und Muskelschmerzen.

Zu viel Sport kann der Fruchtbarkeit der Frau abträglich sein. Es geht dabei nicht um die Sportart, sondern um die Intensität. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich nicht bis zur Verausgabung bewegen. Dies gilt besonders für sehr schlanke Frauen. Der erhöhte Energiebedarf durch die erschöpfende Aktivität kann nicht gedeckt werden. Und dies kann Einfluss auf das Funktionieren der Eierstöcke nehmen. Eine Schwangerschaft kostet sehr viel Kraft und Energie. Bei hohem Energieverbrauch durch Hochleistungssport steht diese Energie nicht mehr für die Fortpflanzungstätigkeit zur Verfügung, denn der Körper fährt diese Funktionen runter, er setzt sozusagen Prioritäten.

Moderat und regelmäßig lautet also die Devise, bis zu dreimal pro Woche, nicht länger als 60 Minuten pro Einheit. Dafür sollte man eine Sportart wählen, die Spaß macht und zum Wiederholen motiviert. Wer nicht gerne joggt, ist vielleicht für das Schwimmen zu begeistern, gerade jetzt im Sommer. Der Körper lässt dich oft spüren, was ihm gut tut. Und wer Sport treibt, muss sich ernähren, und zwar ausgewogen, um wieder Energie zuzuführen.

Sport und Kinderwunschbehandlung

Während einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke, wird eine ruhigere Lebensweise empfohlen, denn die Ovarien vergrößern sich, was zu Beschwerden bei Bewegung führen kann. Es ist ratsam, mit unseren Spezialisten abzusprechen, ob eine bestimmte Sportart in dieser Zeit fortgeführt werden kann.  Zu den sportlichen Aktivitäten, die unsere Expert*innen empfehlen, zählen Spaziergänge, Pilates, Yoga und Schwimmen. Entspannung unterstützt den Körper in dieser Phase und löst Stress und Ängste.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen den Werten 18.5 und 24.9 für gesund. Unter einem Wert von 18.5 spricht man von Untergewicht. Ein zu niedriges Gewicht hat Einfluss auf die Hormondrüsen im Gehirn. Es kann zum Ausbleiben des Eisprungs führen. Mit einer Gewichtszunahme auf Normalmaß reguliert sich der aus dem Gleichgewicht geratene Monatszyklus wieder.

Übergewicht wirkt der Fruchtbarkeit von Frauen und Männern entgegen und es ist einer der Gründe für Zeugungs- und Empfängnisunfähigkeit. Die Ursache dafür bei den Frauen sind hormonelle Störungen, die das erfolgreiche Funktionieren der Eierstöcke beeinträchtigen. Erhöhte Östrogenwerte sorgen für ein größeres Risiko einer Fehlgeburt, Schwankungen des Hormonspiegels sowie geringere Chancen einer erfolgreichen Kinderwunschbehandlung. Bei den Männern sorgt Übergewicht für eine verringerte Anzahl an Spermatozoen, die sich zudem durch eine geringere Motilität kennzeichnen, hinzu kommen Erektionsstörungen und eine erhöhte DNS-Fragmentierung in den Spermien. Ein Gewichtsverlust, und oft reichen wenige Kilos, kann die Fruchtbarkeit in Schwung bringen.

Wenn Patient*innen mit Übergewicht eine IVI-Klinik für eine Kinderwunschbehandlung aufsuchen, werden unsere Spezialist*innen zunächst also einen Plan zur Gewichtsreduzierung empfehlen, der die richtige Ernährung und Bewegung beschreibt. Die WHO beschreibt, dass 5 – 10% des Verlustes des Übergewichts ausreichen, um, im Falle weiblicher Infertilität, die Funktionstüchtigkeit der Eierstöcke wiederzugewinnen und damit auch einen regelmäßigen Menstruationszyklus.

Bewegung in der Schwangerschaft

Auch für Schwangere gilt, sich nicht zu überanstrengen. Sprünge und Übungen, bei denen die Bauchmuskulatur stark beansprucht wird, sind zu vermeiden. Ski fahren, Segeln oder Reitsport sind Sportarten, die Risiken für werdende Mütter bergen. Die IVI-Expert*innen raten zu drei bis vier Sporteinheiten pro Woche mit einer jeweiligen Dauer von 20-30 Minuten. Der Übung sollte eine Erwärmung der Muskeln vorangehen. Bei ersten Anzeichen von Müdigkeit ist es besser aufzuhören, um einer Erschöpfung entgegenzuwirken.

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