24 August 2017

Wichtige Gründe für eine PID

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Für alle Frauen mit Kinderwunsch, besonders aber für jene, die sich für eine assistierte Reproduktion entschieden haben, steht die Gesundheit des Wunschkindes im Vordergrund. Und bei der Beantwortung der Frage, ob das Kind gesund sein wird, stehen die hochspezialisierten Experten unserer internationalen IVI-Kliniken an Ihrer Seite. Mittels PID, der Präimplantationsdiagnostik tragen wir zur Lösung dieser schwierigen Frage bei. Warum PID? Ganz einfach. Bei dieser Diagnostik sind wir in der Lage, die DNA der Eizellen oder Embryonen zu untersuchen, um festzustellen, ob genetische oder chromosomale Veränderungen vorliegen. Und zwar bevor ein Embryotransfer erfolgt. Stellt sich bei unseren intensiven Beratungen und Gesprächen heraus, dass einer oder beide Partner unter einer erblich bedingten oder chromosomalen Krankheit leiden, besteht die Gefahr, dass diese auf den Embryo übertragen wird. Um das zu verhindern, wird der Embryo vor der Einpflanzung in die Gebärmutter einer umfangreichen zellbiologischen und molekulargenetischen Untersuchung unterzogen. Um diese Diagnostik zu ermöglichen ist zuvor eine In-Vitro-Fertilisation mit einer ICSI, einer Intrazytoplasmatischen Injektion, erforderlich, um ausreichend Embryonen für die Laboruntersuchung zur Verfügung zu haben.

 

Erbkrankheiten erkennen

 

Neben der Erkennung von Erbkrankheiten oder Chromosomen-Anomalien kann es jedoch noch andere wichtige Gründe für eine PID bei Paaren geben. Beispielsweise bei einer gestörten Spermien-Meiose, einem Defekt in der Reifeteilung der Spermien. Auch bei Frauen, die wiederholt eine Fehlgeburt erlitten haben, oder bei denen auch wiederholte IVF-Behandlungen fehlgeschlagen sind, ist diese Diagnostik sinnvoll. Ebenso ratsam ist sie bei Frauen in höherem Alter. Es geht also um schwerwiegende Probleme, aufgrund derer eine Präimplantationsdiagnostik durchgeführt werden sollte. Zwar besteht auch die Möglichkeit, darüber das Geschlecht eines Kindes zu ermitteln, und rein theoretisch eine Geschlechterauswahl zu treffen, aber nahezu alle werdenden Eltern lehnen das ab. Zumal es aus ethischen Gründen in Europa untersagt ist. Auch bei einer künstlichen Befruchtung im Ausland wird keine PID durchgeführt, mit der die Eltern sich das Geschlecht des Kindes aussuchen könnten.

 

Die Präimplantationsdiagnostik kann auf zwei Arten erfolgen: durch eine Embryobiopsie oder eine DNA-Untersuchung. Die Embryobiopsie geschieht meist am fünften Tag der Befruchtung. Zu diesem Zeitpunkt besteht der Embryo aus einer äußeren Zellgruppe und einer inneren Zellmasse. Die Interzellularräume werden als Blastozyste bezeichnet. Mittels einer Biopsie, die richtigerweise in diesem Stadium als Blastozystenbiopsie bezeichnet wird, werden mehrere Zellen entnommen und genetisch untersucht. In die embryonale Schutzhülle wird per Laser, Säure oder auf mechanischem Weg eine Öffnung erzeugt, aus der mit einer Pipette Zellen entnommen werden. Da diese Zellentnahme nicht immer erfolgreich verläuft, kann es dazu führen, dass eine Zelle nicht mehr genetisch untersucht und damit ein Gendefekt nicht mehr nachgewiesen werden kann. Der Vorteil einer Blastozystenbiopsie liegt daher darin, dass mehrere Zellen entnommen werden können, damit gesichert ist, dass eine auf jeden Fall zur Untersuchung ins Labor gehen kann.

 

Das Spiegelbild der DNA

 

Zusätzlich zur Blastozystenbiopsie kann eine DNA-Untersuchung durchgeführt werden. Hierbei liegt ein Ergebnis bereits nach zwei bis 24 Stunden vor, je nach Verfahren. Doch die Schnelligkeit ist nicht entscheidend, ausschlaggebend ist hier die Genauigkeit der Ergebnisse, die bei etwa 95 % liegt. Bei dieser Diagnostik, als Polkörperdiagnostik (PKD) bezeichnet, werden die Eizellen untersucht. Es handelt sich um zwei Polkörper, die während der Eizellreifung und nach dem Eindringen des Spermiums abgestoßen werden. Daher ist vor der Durchführung einer PKD, die bereits erwähnte intrazytoplasmatische Injektion (ICSI) erforderlich. Polkörper enthalten Erbträger, die für eine weitere Entwicklung der Zellen nicht mehr gebraucht werden, für die Diagnostik jedoch wertvolle Informationen liefern. Denn sie sind sozusagen das Spiegelbild der DNA in der Eizelle. Ungefähr zwölf Stunden nach einer ICSI wird die Außenhülle der Eizelle mit einem Laser geöffnet und die Polkörperchen entnommen. Diese können nun im Labor untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen die chromosomalen Fehlverteilungen auf und liefern Hinweise auf die genetische Qualität der Eizellen. Diese Untersuchungsmethoden sind im Rahmen der PID sowohl in Deutschland, als auch im restlichen Europa zugelassen. So kann die Untersuchung auch bei einer künstlichen Befruchtung im Ausland in einer unserer renommierten Kliniken problemlos durchgeführt werden.

 

Nach zwei Wochen der BHCG-Test

 

Wenn dann endlich die Laborergebnisse vorliegen und es keine Hinweise auf eine genetische Störung gibt, kann der Embryotransfer stattfinden. Nach all diesen Untersuchungen ist allerdings noch einmal Ihre Geduld gefragt, bis wir den nächsten Test durchführen können, der die ersehnte Antwort bringt, ob es mit dem Wunschkind endlich geklappt hat. Rund zwei Wochen nach dem Transfer machen wir einen Schwangerschaftstest. Wir führen eine Blutentnahme bei Ihnen durch, um den Beta-HCG-Wert zu ermitteln, kurz BHCG oder auch Beta genannt. Beim HCG handelt es sich um das humane Choriongonadotropin, ein Peptidhormon, das während der Schwangerschaft in einem Teil der Plazenta gebildet wird, und welches für den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich ist. Das Beta-HCG ist eine Untereinheit und spezifisch für das HCG, kommt daher nur im Peptidhormon vor. Die Erhöhung des BHCG-Wertes deutet also auf eine Schwangerschaft hin. Gleich zu Beginn einer Schwangerschaft erhöht sich der BCGH-Wert rasant. Er verdoppelt sich alle zwei Tage, und erreicht bis etwa zur 15. Schwangerschaftswoche den Höchststand. Die Referenzwerte im Blutserum liegen bei einer Schwangerschaft in der zweiten Woche bei 50 – 500 mui/ml. Eine zu niedrige Beta-HCG-Konzentration deutet auf eine Fehlgeburt oder auf das Absterben des Embryos hin. Aber: Auch wenn das Testergebnis niedrig ausfällt, besteht dennoch die Chance auf eine Schwangerschaft. Jetzt ist es wichtig die verordneten Medikamente weiter einzunehmen und wir werden den Test einige Tage später noch einmal wiederholen.

 

Je höher der BHCG-Wert, desto wahrscheinlicher die Schwangerschaft

 

Natürlich ist uns klar, dass wir Ihre Geduld strapazieren. Aber den Test früher zu machen, als angegeben, ist nicht sinnvoll. Sie sollten also keinen Schwangerschaftstest aus der Apotheke holen. Dieser Test geht ohnehin nur über den Urin und die Ergebnisse sind daher nicht sehr zuverlässig, da die BHCG-Konzentration niedriger ist als im Blut. Sie könnten also überflüssigerweise enttäuscht werden, denn ein zu früher Test wird mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Und zwar gleichgültig, ob eine Schwangerschaft vorliegt, da die Aktivität der Embryonen noch zu gering ist. Halten Sie also durch und warten Sie den Termin ab. Wenn das Ergebnis dann allerdings vorliegt, und es ist positiv, können Sie sicher sein, dass es zuverlässig ist, und eine embryonale Einnistung tatsächlich erfolgt ist. Das bedeutet:  Sie sind schwanger und vom Wunschkind nur noch knappe neun Monate entfernt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column]

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