24 März 2017

Ein Leben mit Endometriose: Emotionale Unterstützung und die Erhaltung der Fruchtbarkeit sind entscheidend

Im März wird der Monat der Endometriose begangen. Damit soll auf ein Krankheitsbild aufmerksam gemacht werden, dessen Entstehung und Entwicklung noch nicht eindeutig geklärt sind und das vielfach nicht bekannt ist, obwohl es sich um die zweithäufigste benigne Erkrankung der Frau handelt. Vielfach geht Endometriose mit Unfruchtbarkeit einher. In diesem Blog bieten wir ein Überblick über das Thema.

Was ist Endometriose und wie erkenne ich sie?

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation leiden 10% aller Frauen an Endometriose. 30-50% der Frauen, die Probleme beim Schwangerwerden haben, leben mit dieser chronischen Erkrankung. Das macht Endometriose zur dritthäufigsten Ursache für Unfruchtbarkeit. Endometriose ist schmerzhaft und nur unzureichend bekannt, obwohl Millionen Frauen davon betroffen sind. Von Endometriose spricht man, wenn Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auch außerhalb der Gebärmutter auftaucht, etwa an Eierstöcken, Eileiter, Darm oder Harnblase. Diese Herde von Gebärmuttergewebe beginnen mit der Menstruation ebenfalls zu bluten. Da das Blut nicht abfließen kann, bilden sich Zysten und Verwachsungen und es kommt zu Entzündungen. Folgen sind starke Schmerzen im Bauchraum, besonders während der Menstruation, beim Stuhlgang und Urinieren sowie beim Geschlechtsverkehr. Weitere Beschwerden sind Rückenschmerzen, Menstruationsstörungen sowie Krämpfe in Darm und Blase.

Dr. García Velasco, der Leiter von IVI Madrid, erläutert: “In den letzten 20 Jahren gab es keinerlei Fortschritte bei der Behandlung von Endometriose. Es bleibt eine Krankheit ohne Heilung. Der Unterschied heute liegt darin, dass die Diagnose und der Behandlungsbeginn pragmatischer angegangen werden. Und dies hilft dabei, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.” Problematisch ist, dass Endometriose häufig erst spät diagnostiziert wird. Fehlende Information und das Nichtvorhandensein einer gesellschaftlichen Sensibilisierung für das Thema bewirken, dass sich die Frauen mit ihren Schmerzen im Stich gelassen fühlen. Wenn Unterleibsbeschwerden wieder und wieder kehren, sollten Sie unbedingt Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen aufsuchen.

Wie kann Endometriose behandelt werden?

Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, desto besser kann man sie behandeln. Da sich die Symptome verschlimmern können, ist es wichtig, Frauen von Beginn an umfassend zu informieren und das Thema Mutterschaft nicht auf die lange Bank zu schieben. Obwohl abhängig vom Alter und dem klinischen Hintergrund, rechnet man bei Endometriose, egal ob mit moderaten oder schweren Symptomen, mit einer natürlichen Schwangerschaftsrate pro Zyklus von weniger als 2% (in leichten Fällen zwischen 2 und 4,5 %). Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rate der nicht betroffenen Frauen liegt bei 20%.

In den Fällen von schweren Symptomen werden Schmerzmittel empfohlen und wenn notwendig, wird eine Operation im Beckenbereich vorgenommen, um die Verletzungen zu entfernen. In seltenen Fällen müssen Teile der Eierstöcke oder auch die kompletten Eierstöcke herausgenommen werden, was die Fruchtbarkeit der Frau einschränkt.

Wie kann Reproduktionsmedizin helfen?

Reproduktionsmedizin kann den betroffenen Frauen mit Kinderwunsch eine angemessene Lösung mit hohen Erfolgschancen für eine Schwangerschaft bieten. Zum Teil kann mit einer minimal-invasiven Entfernung der Herde und einer darauf folgenden Hormonbehandlung die Fruchtbarkeit erheblich verbessert werden.
Die Vitrifikation, das Einfrieren von Oozyten (unreifen Eizellen), bietet beste Möglichkeiten, den Traum von einer zukünftigen Mutterschaft all jenen zu erfüllen, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen müssen, der die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte (z.B. wenn Eierstöcke entfernt werden müssen). Endometriose kann in schlimmen Fällen sogar zur Verklebung der Eileiter führen, was eine natürliche Befruchtung ebenfalls nicht mehr möglich macht.

10% der Patientinnen, die bei IVI in den letzten 10 Jahren Unterstützung gesucht haben, also mehr als 8.500 Frauen insgesamt, waren von Endometriose betroffen.

Um dieser Krankheit gerecht zu werden, gibt es an den spanischen IVI-Kliniken spezielle Endometriose-Stationen. Mit einer korrekten Erkennung der Krankheit und der entsprechenden Behandlung, sowohl medizinischer als auch psychologischer Natur, erreichen wir, dass sich die Patientinnen unterstützt und verstanden fühlen.

Gemäß Dr. García Velasco, “gibt es wenige auf den chirurgischen Eingriff spezialisierte Mediziner, die Endometriose-Wucherungen operieren. Viele Frauen unterdrücken ihre Schmerzen mit Tabletten oder anderen Schmerzmitteln aus Angst vor einer OP. Jedoch ist manchmal eine gute Chirurgie die beste Option. Ideal wäre es, wenn renommierte und spezialisierte Endometriose-Zentren entstehen würden, in denen erfahrene Radiologen, die die Krankheit möglichst frühzeitig erkennen, exzellente Chirurgen, die erforderliche Eingriffe vornehmen können, sowie Psychologen, die den Patientinnen bei ihren Schmerzen beistehen und helfen, ihre Lebensqualität zu erhöhen, zusammenkommen.”

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