9 März 2021

Der Erfolg bei den Behandlungen mit vitrifizierten Embryonen ist mit denen von frischen Transfers vergleichbar

vitrifizierten Embryonen Covid-19
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Die weltweite Pandemiesituation, die wir gerade erleben, gekoppelt mit dem Kollaps des Gesundheitswesens, zwingen viele angesichts der allgemeinen Unsicherheit dazu, den Kinderwunsch aufzuschieben. Dies spiegelt sich in vielen Ländern wieder, die im Jahr 2020 einen Geburtenrückgang verzeichneten und einen noch drastischeren Rückgang für das Jahr 2021 erwarten. Da in Deutschland bereits 2019 eine niedrige Geburtenrate von 9,40 Geburten je 1.000 Einwohner und ein Fruchtbarkeitsindex von 1,54 verzeichnet wurde, verheißen die Prognosen für 2020 keine Besserung.

Zum einen hat Covid-19 in einigen Branchen eine wirtschaftliche Krise verursacht, die dazu führte, dass viele Menschen lieber auf eine gewisse Stabilität warten, bevor sie Kinder haben. Zum anderen ist auch die Situation im Gesundheitswesen nicht die allerbeste und auch das zwingt viele, die eine Familie gründen wollen dazu, ihre Pläne vorerst zurückzustellen.

Bei IVI haben wir diese Situation im März 2020 erlebt, als die Pandemie uns dazu zwang, bereits begonnene Behandlungen bei allen Patienten einzustellen. Viele Embryonen, die „frisch“ transplantiert werden sollten, mussten vitrifiziert werden, um sie bis zu dem Zeitpunkt zu konservieren, zu dem sie auf sichere Weise eingepflanzt werden konnten.

Unser vorrangiges Ziel besteht wie immer darin, zu garantieren, dass die mit vitrifizierten Embryonen durchgeführten Behandlungen ähnlich hohe Erfolgszahlen erreichen, wie die mit “frischen”.

 

Erfolg bei Transfers von vitrifizierten Embryonen

Frau Dr. Ana Cobo, Direktorin der Station für Kryobiologie bei IVI, leitete 2008 eine Untersuchung zur Vitrifizierung von Eizellen, die weltweit als Pionierarbeit gewertet wurde. Außerdem wurde diese Forschungsarbeit gem. der American Society for Reproductive Medicine (ASRM) und ebenfalls eine Referenz weltweit, als eine der 25 relevantesten der Geschichte klassifiziert. Daher können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir bei IVI Experten auf diesem Gebiet sind.

Zur Durchführung dieser Studie wurde eine bestimmte Anzahl an Eizellen einer einzigen Spenderin ausgewählt, von denen die eine Hälfte vitrifiziert und nach einer Stunde wieder aufgetaut wurde, während die andere Hälfte während der gleichen Zeitdauer in einem Brutkasten aufbewahrt wurde. Anschließend wurden alle Eizellen, die frischen und die aufgetauten, gleichzeitig mit demselben Samen befruchtet. Diese Vorgehensweise hat es ermöglicht, die Entwicklung der unter denselben Bedingungen erzeugten Embryonen gleichzeitig zu analysieren und dabei die Befruchtungsquoten, die frühe Zellteilung und die Entwicklung zur Blastozyste auszuwerten. Die Ergebnisse hätten nicht positiver ausfallen können: „Die gewonnenen Ergebnisse waren bei allen diesen drei Parametern sehr ähnlich, was uns dazu bewogen hat, damit zu beginnen, Eizellen von Spenderinnen zu vitrifizieren, was wiederum zu sehr ermutigenden Resultaten für die Evolution der künftigen Eizellbanken geführt hat“, erläuterte Frau Dr. Ana Cobo.

 

Beruhigende Botschaft

Angesichts der aktuellen Lage betonte Frau Dr. Cobo besonders die Hoffnung, die diese Untersuchung für viele Frauen und Paare bedeutet, die sich dazu gezwungen sehen, ihren Kinderwunsch aufzuschieben. „Ich möchte allen Patientinnen, deren Embryonen vitrifiziert wurden und allen anderen, die sich dazu entschließen wollen, eine Botschaft zukommen lassen, die ihnen Ruhe und Gelassenheit geben soll“, fügte sie an.

Außerdem macht es die Vitrifizierung und ihre Weiterentwicklung möglich, Mehrlingsschwangerschaften weitestgehend zu vermeiden, da nur Embryonen gleicher Qualität konserviert werden, weshalb man dazu tendiert, nur einen einzigen Embryo zu transferieren. Damit werden die Risiken vermieden, die Mehrlingsschwangerschaften bergen, und die Sicherheit für die werdenden Mütter und ihre Babys gesteigert.

 

Sichere Aufbewahrung von vitrifizierten Embryonen bei IVI  

IVI garantiert dank seiner kryogenetischen Räumlichkeiten der neuesten Generation, die mit einer durch eine automatische Zufuhr von Flüssigstickstoff versehenen Tanks ausgestattet sind, zudem die höchstmögliche Sicherheit in der langfristigen Aufbewahrung der Embryonen. Diese Tanks verfügen über Systeme, die eine kontinuierliche Überwachung gewährleisten und in Echtzeit Informationen zur Temperatur der Gameten und Embryonen liefern sowie in der Lage sind, bei Problemen einen Alarm auszulösen.

Was die Frage angeht, ob das COVID-19-Virus möglicherweise durch den Transfer gefrorener Embryonen übertragen werden könnte, so verfügt IVI bereits über umfassende Erfahrungen mit mit anderen Viren, wie Hepatitis oder Aids, infizierten Patienten.

In einem 2012 veröffentlichten Artikel über die Wahrscheinlichkeit einer viralen Ansteckung nach dem Transfer von Embryonen bei Patienten, die mit dem betreffenden Virus infiziert sind, kam man zu den Schluss, dass diese Möglichkeit praktisch ausgeschlossen ist, u.a. aufgrund der für das Verfahren der Vitrifizierung und Devitrifizierung angewendeten Techniken, mit denen man eventuell existierende virale Partikel eliminieren kann, und auch wegen der sehr geringen Wahrscheinlichkeit, dass in den Keimzellen und Embryonen überhaupt virale Bestandteile vorhanden sind.

“Das erforderliche Niveau zur biologischen Eindämmung, um mit Proben von mit diesen Viren – inkl. COVID-19 – infizierten Patienten zu arbeiten, ist sehr hoch und die IVI-Kliniken sind sehr gut darauf vorbereitet, ihren Patientinnen auf dem Weg zur Mutterschaft die höchstmögliche Garantie und Sicherheit zu bieten“, teilte Frau Dr. Cobo abschließend mit.

 

Kryokonservierung vor dem 35. Lebensjahr

Die Kryokonservierung ist auch jenseits der durch COVID-19 verursachten Lage ein wesentlicher Bestandteil der assistierten Reproduktion, die dank der Optimierung dieser Technik hohe Erfolgsquoten verzeichnet. Dennoch, und trotz ihrer großen Effektivität, kann darüber die Wichtigkeit einer Vitrifizierung der Keimzellen in jungem Alter nicht außer Acht gelassen werden, da aktuell bei 90% der Indikationen zur Vitrifizierung von Eizellen Gründe vorliegen, die nicht medizinischer Natur sind.

Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der bei IVI behandelten Patientinnen, die über 40 Jahre alt sind, um 74% gestiegen. Sie stellen daher eine der wichtigsten Gruppen dar, die sich Reproduktionsbehandlungen unterziehen. Aus diesem Grund betonte Frau Dr. Cobo, welche Bedeutung ihrer nachfolgenden Empfehlung zukommt: „Es ist wichtig, Frauen bewusst zu machen und sie dazu zu veranlassen, das sie ihre Eizellen vor dem 35. Lebensjahr vitrifizieren lassen, da die Fruchtbarkeit ab diesem Alter abzunehmen beginnt und damit auch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Fortpflanzung“.

Überlegen Sie sich aktuell, Ihre Eizellen konservieren zu lassen? Möchten Sie Kontakt zu IVI aufnehmen, um eine erste Arztsprechstunde zur Durchführung einer Fruchtbarkeitsanalyse zu vereinbaren? Rufen Sie uns kostenlos unter der Telefonnummer 0800-7238837 an oder füllen Sie unser elektronisches Formular aus, damit wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen können. Wie Ihnen sicherlich bereits bekannt ist, gibt es bei IVI keine Warteliste und somit gibt es auch keinen Grund, Ihren Kinderwunsch länger aufzuschieben.

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