2 Januar 2018

Eierstockverjüngung: mit zwei bahnbrechenden neuen Techniken zum Wunschbaby

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Stellen Sie sich vor, die Reproduktionsmedizin würde es schaffen, die Alterung Ihrer Eierstöcke aufzuhalten. Sie könnten, trotz Eierstockversagens, durch ihre eigenen Eizellen schwanger werden und sich den sehnsüchtigen Kinderwunsch erfüllen. Was wie eine Utopie klingt, ist dank der Forschungsarbeiten an unseren IVI-Kliniken Realität geworden. Die Studie wurde von IVI in Zusammenarbeit mit der Uniklinik La Fe im spanischen Valencia durchgeführt. Der IVI-Vorsitzende und Leiter der Forschungsstudie, Professor Antonio Pellicer, präsentierte das vielversprechende Resultat dieser umfangreichen Studien beim 7. Internationalen IVI-Kongress in Bilbao und sorgte damit für Aufsehen. Denn die beiden Methoden, mit denen eine Verjüngung der Eierstöcke erreicht werden soll, dürften die gesamte Reproduktionsmedizin revolutionieren. Und dass es sich dabei nicht mehr nur um eine reine Zukunftstheorie handelt, zeigen bereits vier erfolgreiche Schwangerschaften von Frauen, für die aufgrund eines vorzeitigen Eierstockversagens eine Schwangerschaft mit den eigenen Gameten nicht mehr möglich war. Durch diese neuen Behandlungsansätze können Frauen, die von einer Schwangerschaft mit ihren eigenen Eizellen träumen, neue Hoffnung schöpfen.

 

Wenn der Vorrat an Eizellen schwindet

 

Die Fruchtbarkeit einer Frau ist endlich und erreicht ihren Höhepunkt zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr. Danach nimmt der Vorrat an Eizellen rapide ab. Wie lange jedoch die Fruchtbarkeit dauert, ist von Frau zu Frau unterschiedlich und von mehreren Faktoren abhängig. So spielt etwa die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Auch Umweltverschmutzung, Stress und Nikotin haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Funktion der Eierstöcke und können die Erfüllung eines Kinderwunsches zum Scheitern bringen. Bei rund zehn Prozent aller Frauen wird ein vorzeitiges Eierstockversagen diagnostiziert. Das bedeutet, dass der Vorrat an Eizellen in den Ovarien aufgebraucht und die Heranreifung von Eizellen nicht mehr möglich ist. Wird diese Diagnose vor dem 35. Lebensjahr gestellt, spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Ein Umstand, der Frauen, die eigentlich in der Hochphase ihrer Fruchtbarkeit sind, besonders hart trifft. Der einzige Weg, um trotz Unfruchtbarkeit doch noch Mutter zu werden, führt in eine Kinderwunschklinik.

 

Dem Alterungsprozess Einhalt gebieten

 

Dank unserer intensiven Studien gibt es nun eine Möglichkeit, den Alterungsprozess der Eierstöcke aufzuhalten. Etwas, was bislang als undurchführbar galt, denn die Fruchtbarkeitsuhr ließ sich nicht einfach so zurückdrehen. Das hat sich zugunsten all jener Frauen geändert, die gerne Mutter werden möchten, jedoch nicht mehr über eine ausreichende große Eizellreserve verfügen. Für sie bedeutete das bislang den Abschied vom Kinderwunsch. Doch nun eröffnen sich neue Möglichkeiten. Die beiden innovativen Techniken, die IVI zusammen mit dem Universitätsklinikum in Valencia entwickelt hat, wecken berechtigte Hoffnungen. Mit der Verjüngung der Ovarien können ganz neue Wege beschritten werden.

 

 

 

So werden die Follikel stimuliert

 

Beide Verfahrenstechniken haben zum Ziel, Follikel (das sind die Eibläschen, die die Eizellen umhüllen) zu aktivieren, die sich sonst auf keine andere Weise mehr aktivieren lassen, und bei denen selbst eine medikamentöse Behandlung versagt. In beiden Verfahren ist es gelungen, den Alterungsprozess der Ovarien, die für den Eisprung zuständig sind, zum Teil rückgängig zu machen. Ohne diese Techniken hätte eine Weiterentwicklung der Follikel nicht stattgefunden.

 

Fragmentierung und Reimplantation

 

Doch wie funktionieren diese Methoden? Beim ersten Verfahren handelt es sich um OFFA. Der Begriff setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des englischen Fachbegriffs Ovarian Fragmentation for Follicular Activation (Ovarielle Fragmentierung für Follikelaktivierung) zusammen. Dafür wird mithilfe einer Laparoskopie (Bauchhöhlenspiegelung) aus der Eierstockrinde eine Gewebeprobe entnommen. Anschließend wird die Ovarienrinde zerteilt und reimplantiert. Der Eingriff verursacht so gut wie keine Schmerzen und die Patientin kann sogar am selben Tag die Klinik wieder verlassen. Ob der Eingriff gelungen ist, lässt sich anhand einer Blutanalyse feststellen. Das Blut wird auf das sogenannte Anti-Müller-Hormon (AMH) getestet. Dieser Test gibt Aufschluss über die ovarielle Reserve und damit die Fruchtbarkeit der Frau. In der Reproduktionsmedizin gilt dieses Hormon als aussagekräftigster Marker. Je höher der AMH-Wert, desto größer ist die Menge stimulierbarer Follikel. Die OFFA-Technik wird bereits in unserem Kinderwunschzentrum in Valencia eingesetzt, um Frauen mit vorzeitigem Eierstockverfahren zu helfen. Sollte mit OFFA trotz bisheriger Erfolge das gewünschte Ergebnis ausbleiben, hat die Patientin aber immer noch eine Alternative: die Eizellspende in Spanien. Unsere hoch qualifizierten Mediziner haben seit 1988 Erfahrung mit dieser Technik der In-vitro-Fertilisation (IVF).

 

Transplantation von Knochenmarkzellen

 

Im Mittelpunkt der zweiten Methode zur ovariellen Verjüngung stehen die Stammzellen. Auch hier kommt der Begriff aus dem Englischen und wird mit BMDSC abgekürzt, was für Bone Marrow-Derived Stem Cells (abgeleitete Knochenmarkzellen) steht. Bei BMDSC werden Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen und direkt in die Arteria ovarica injiziert. Das ist die Arterie, die für die Blutversorgung der Ovarien sorgt. Diese Stammzelltransplantation erwies sich bereits als so erfolgreich, dass es zu spontanen Schwangerschaften bei Frauen kam, die nur wenige Eizellen besaßen. Die Erfüllung eines Kinderwunsches durch eine ovariale Verjüngung ist damit in greifbare Nähe gerückt. Das BMDSC-Verfahren ist Teil einer Pilotstudie, die von Professor Pellicer und Dr. Sonia Herraiz in der Klinik La Fe durchgeführt wird.

 

Eierstockverjüngung sichtbar machen

 

Mit einer neuen Technik, die auf unserem IVI-Kongress vorgestellt wurde, kann die Eierstockverjüngung sogar detailliert beobachtet werden, denn sie macht die Entwicklung eines Follikels sichtbar. Wir werden in der Lage sein, sowohl Form und Größe eines Follikels als auch dessen Lage im Eierstock zu bestimmen. Mit dieser Visualisierung steht uns eine wichtige Ergänzung zur Verfügung.

 

Welche Frauen können von den neuen Methoden profitieren

 

Welche Frauen profitieren von einer Behandlung zur ovariellen Verjüngung?

 

  • Frauen unter 35 Jahren mit einem niedrigen AMH-Wert und geringen Eizellreserven.
  • Frauen über 35 Jahren mit geringen Eizellreserven und niedrigem AMH-Wert.
  • Frauen mit vorzeitiger Ovarialinsuffienz (POF).
  • Frauen unter 38 Jahren im prämenopausalen Stadium oder in der Menopause seit weniger als 5 Jahre.

 

Vielversprechende Erfolge auf dem neuen Weg

 

Beide Verfahren zur Eierstockverjüngung sind vielversprechend und zeigten bereits erste Erfolge. Unsere Studien werden intensiv weitergeführt, um in unseren Kinderwunschzentren all jenen Frauen helfen zu können, die unter einem vorzeitigen Eierstockversagen leiden. Mit der ovariellen Verjüngung bekommt die assistierte Reproduktionsmedizin zwei weitere Behandlungsmethoden, die Frauen zu ihrem Wunschkind verhelfen können. Aber auch wenn diese innovativen Techniken nicht bei allen Frauen zum gewünschten Erfolg führen sollten, können wir unseren Patientinnen immer noch mit bewährten Methoden helfen. Die künstliche Insemination empfiehlt sich für Frauen, bei denen es Probleme mit dem Eisprung gibt oder die Veränderungen am Gebärmutterhals aufweisen. Auch mit der klassischen IVF, der bekanntesten Behandlungsmethode, kann entweder mit eigenem oder fremdem Samen der Weg zum Baby geebnet werden. Und schließlich steht die Eizellspende zur Verfügung, die immer noch als Alternative zur Eierstockverjüngung erfolgreich durchgeführt werden kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column]

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1 Kommentar

  • Lucia says:

    Guten Tag
    ich bin 35 Jahre alt und habe auch vorzeitige Ovarium Menopause.
    Bin nach OP von beide Eierstocke.Konnen Sie mich villeicht in eine Versuch behandlung Gruppe nehmen..bin gerne bereit nach Valencia zu eine Konsultation kommen,,,
    Das ist meine einzige Chance

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