24 September 2019

Pille und Unfruchtbarkeit: Kann man durch die Pille unfruchtbar werden?

Wenn Sie sich für die Pille als Verhütungsmittel entschieden haben, könnten Sie sich eventuell auch schon einmal die Frage gestellt haben: Kann man durch die Pille unfruchtbar werden? Grundsätzlich gilt wie bei jedem medizinischen Thema, dass man nicht im Alleingang im Internet recherchieren sollte. Ärztlicher Rat ist unumgänglich, wenn man richtig und sicher verhüten möchte. In diesem Blogbeitrag widmen wir uns dem Thema Pille und der Möglichkeit, durch die Einnahme ebendieser Probleme mit der Fruchtbarkeit zu entwickeln. Macht eines der beliebtesten Verhütungsmittel tatsächlich unfruchtbar oder kann man die Pille weiterhin mit gutem Gewissen nehmen? Bei uns erfahren Sie alles, was Sie über die Thematik wissen müssen. Zudem verraten wir Ihnen, wie Sie die passende Verhütungsmethode finden und wie Sie trotz Fruchtbarkeitsproblemen dennoch ein Wunschkind haben können.

Wie wirkt die Pille?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Antibabypille, die eine Fortpflanzung auf unterschiedliche Weisen verhindern. Die Mikropille ist ein Kombinationspräparat und enthält die beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen (Follikelhormon) sowie Gestagen (Gelbkörperhormon). Durch die künstlich hergestellten Geschlechtshormone wird ein nahezu konstanter Hormonspiegel erreicht und die Eireifung unterdrückt. Daher haben Frauen, welche die Mikropille, nehmen keinen Eisprung. Diese Form der Pille ist auch als Ovulationshemmer bekannt. Die zweite Art der Antibabypille ist die Minipille, welche nur das Hormon Gestagen enthält, das dafür sorgt, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verändert und dass sich nicht ausreichend Gebärmutterschleimhaut aufbaut, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. In der Regel, wenn die Minipille nicht mit dem Wirkstoff Desogestrel versehen ist, verhindert diese den Eisprung nicht.

Kann man durch die Pille unfruchtbar werden?

Entgegen der öffentlichen Annahme, dass die Pille unfruchtbar macht, können gewisse Östrogen-Gestagen-Präparate sogar die weibliche Fruchtbarkeit verbessern. Heutzutage ist die Antibabypille so niedrig dosiert, dass sie auch bei einer langjährigen Einnahme keinen Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit einer Frau hat. Theoretisch kann man bereits im ersten Zyklus nach dem Absetzen der Pille schwanger werden. Allerdings kann es im Zuge der Pilleneinnahme zu Nebenwirkungen kommen. Betroffene Frauen leiden beispielsweise an Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Libidoverlust. Zudem kann die Minipille Einfluss auf die Regelmäßigkeit sowie die Stärke der Monatsblutung haben.

Wann sollte man die Pille nicht nehmen?

Generell entscheidet Ihr Frauenarzt, ob die Pille für Sie als Verhütungsmittel infrage kommt. Wenn einer der nachfolgenden Fälle auf Sie zutrifft, sollten Sie Ihre Krankheitsgeschichte auf jeden Fall ausführlicher mit Ihrem Gynäkologen besprechen:

  • Unregelmäßige oder gestörte Regelblutungen
  • Herzfehler
  • Herzgefäßverkalkungen
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Schwangerschaft
  • Hepatitis
  • Starkes Übergewicht
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Krampfadern oder Venenentzündungen
  • Gerinnungsstörungen
  • Venenthrombose

Sollten die oben genannten Erkrankungen oder Symptome auftauchen, wenn Sie die Pille bereits seit geraumer Zeit nehmen, sollten Sie dies Ihrem Frauenarzt ebenfalls mitteilen.

Alternative Verhütungsmethoden

Neben der Pille existieren viele andere Methoden, geschützten Geschlechtsverkehr zu haben. Hormonelle Verhütungsmittel wie Spirale, Dreimonatsspritze, Verhütungspflaster, Vaginalring oder Hormonimplantate sind verschreibungspflichtig. Junge Frauen unter 18 Jahren, die gesetzlich versichert sind, erhalten die Verhütungsmittel jedoch ohne eine Zuzahlung aus der eigenen Tasche. Hinsichtlich der Auswahl der richtigen Verhütungsmethode sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt unter anderem folgende Aspekte besprechen:

  • Lebenssituation und Familienplanung
  • Alter
  • Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Gesundheitliche Vorgeschichte
  • Die Art Ihrer Beziehung

Im Idealfall sollte auch Ihr Partner ein Mitspracherecht beim Thema Verhütungsmittel haben. Letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, ob man mit der Pille oder einer anderen Methode verhüten möchte.

Verhütung ohne hormonellen Einfluss

Wer sich Gedanken macht, dass man durch die Pille unfruchtbar werden kann, und andere hormonelle Verhütungsmethoden ebenfalls ablehnt, hat dennoch Möglichkeiten, sicher zu verhüten. Kondome zählen zu den zuverlässigsten Verhütungsmitteln und schützen außerdem vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV. Ein weiterer Vorteil von Kondomen ist, dass man kein Rezept vom Arzt benötigt, sondern Kondome einfach in jeder Drogerie oder Apotheke kaufen kann. Natürliche Verhütungsmethoden werden zudem immer beliebter. Bei diesen Formen der Verhütung ermitteln Frauen ihre fruchtbaren und unfruchtbaren Tage auf unterschiedliche Weisen. Unter anderem gibt es die Temperaturmethode, die Zervixschleim-Methode und eine Kombination beider Techniken; die symptothermale Methode. Sowohl die Körpertemperatur als auch der Zervixschleim verändern sich während des Eisprungs, woran die fruchtbaren Tage erkannt werden.

Assistierte Reproduktionsmethoden bei Fruchtbarkeitsproblemen

Unabhängig davon, weshalb Sie von einem Fruchtbarkeitsproblem oder an einer Unfruchtbarkeit betroffen sind, bieten wir von der IVI-Gruppe Ihnen unterschiedliche medizinisch assistierte Reproduktionsmethoden, damit Sie sich dennoch Ihren Kinderwunsch erfüllen können.

  • Künstliche Insemination: Bei einer künstlichen Insemination wird die im Labor aufbereitete Samenprobe des eigenen Partners oder eines Samenspenders direkt in die Gebärmutter der Frau injiziert. Auf diese Weise wird der Weg zwischen Samenzelle und Eizelle verkürzt, wodurch sich die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung erhöhen.
  • In-vitro-Fertilisation (IVF): Bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) findet die Befruchtung im Vergleich zur künstlichen Insemination im Reagenzglas statt. Hierfür ist nach einer ovariellen Stimulation eine Entnahme der Eizellen notwendig. Die Spermien können auch mithilfe einer intrazytoplasmatischen Injektion (ICSI) direkt in die entnommene Eizelle injiziert werden. Nach fünf bis sechs Tagen Kultivierungszeit wird ein Embryo (Blastozyste) in die Gebärmutter eingesetzt.

Erhaltung der weiblichen Fruchtbarkeit

Frauen, die sich ihren Kinderwunsch aufgrund ihrer beruflichen Karriere, ihrer persönlichen Bedürfnisse oder aus gesundheitlichen Gründen erst ab Mitte 30 erfüllen möchten, haben die Chance, ihre Fruchtbarkeit für einen späteren Zeitpunkt zu erhalten. Dank der Vitrifikation von Eizellen kann jede Frau selbst bestimmen, wann sie ein Kind bekommen möchte. IVI achtet darauf, dass die reifen Eizellen so kryokonserviert werden, dass sich keine Eiskristalle bilden und die Qualität der Eizellen damit erhalten bleibt.

Kann man durch die Pille unfruchtbar werden?

Wie Sie in unserem Blogbeitrag erfahren haben, gibt es kein wissenschaftliches Indiz dafür, dass die Einnahme der Antibabypille zu Fruchtbarkeitsproblemen oder gar Unfruchtbarkeit führt. Sollten Sie aus einem anderen Grund Schwierigkeiten haben, binnen eines Jahres schwanger zu werden, zögern Sie nicht, einen Termin mit unseren Spezialisten zu vereinbaren. Paare aus mehr als 180 Ländern haben sich bereits der IVI-Gruppe anvertraut, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und wie Sie Ihr Familienglück in kurzer Zeit komplettieren können.

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

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