5 Mai 2021

Die Ursachen für Sodbrennen während der Schwangerschaft

Sodbrennen Schwangerschaft
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Nicht jeder Schwangerschaftsmoment ist einer fürs Fotoalbum. Typische Beschwerden wie Sodbrennen gehören zu den weniger angenehmen Momenten einer Schwangerschaft. Das schmerzende Brennen taucht meistens im Liegen oder nach einer üppigen Mahlzeit auf. Im letzten Schwangerschaftsdrittel drückt das wachsende Baby zudem vermehrt auf den Magen, wodurch Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. In diesem Artikel erfahren Sie, was zu Sodbrennen in der Schwangerschaft führt und wie Sie den Reflux vermeiden können. Außerdem verraten wir Ihnen hilfreiche Ernährungstipps, mit denen Sie das Auftreten von Sodbrennen mildern können.

 

Was ist Sodbrennen?

Rückflusskrankheiten (auch gastro-ösophageale Refluxkrankheiten genannt) sind der Hauptauslöser von Sodbrennen. Bei Sodbrennen handelt sich um einen brennenden Schmerz hinterm Brustbein, der vor allem nach einer großzügigen, deftigen Mahlzeit und im Liegen auftritt. Die Beschwerden werden durch Magensäure, die in die Speiseröhre zurückfließt (Reflux), ausgelöst, welche die dortige Schleimhaut der Speiseröhre reizt. Daher stoßen Betroffene oftmals auch sauren Magensaft auf. In seltenen Fällen gelangt zudem etwas saurer Mageninhalt bis in den Rachen. Allerdings leidet nicht jeder automatisch an brennenden Schmerzen und aufsteigender Magensäure. Manchmal sind Betroffene lediglich heiser oder müssen sich in den Morgenstunden vermehrt räuspern und husten. Dieser morgendliche Reizhusten, schlechter Geschmack im Mund und eventuelle Halsschmerzen werden durch eine Reizung der Schleimhäute in den Atemwegen verursacht.

 

Was sind die Ursachen für Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Sodbrennen in der Schwangerschaft tritt vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. Zwischen 40 und 80 Prozent aller schwangeren Frauen leiden im Laufe ihrer Schwangerschaft an den brennenden Schmerzen. Die Beschwerden können unterschiedliche Gründe haben – zu den häufigsten gehören:

  • Die wachsende Gebärmutter drückt auf den Magen, was dazu führt, dass der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre weniger angespannt ist, wodurch Magensäure leichter aufgestoßen werden kann.
  • Ein veränderter Hormonspiegel hat ebenfalls Einfluss auf die Funktonalität dieses Schließmuskels.
  • Die Bewegungen des ungeborenen Kindes üben Druck auf den Magen aus und sorgen damit dafür, dass Magensäure aufsteigt. Je größer das Baby ist, umso mehr haben dessen Tritte Auswirkungen auf den Magen. Aus diesem Grund sind vor allem Schwangere in den letzten Monaten vor der Geburt von Sodbrennen betroffen.

 

Kann Sodbrennen für Mutter und Kind gefährlich sein?

Sie leiden an Sodbrennen während der Schwangerschaft? Dann sind Sie gewiss nicht allein. Fast jede Frau hat im Laufe ihrer Schwangerschaft mit dem brennenden Schmerz unterm Brustbein zu kämpfen. Doch die gute Nachricht ist, dass das Sodbrennen bei den meisten Schwangeren rasch von ganz allein wieder verschwindet. Obwohl die Symptome von Sodbrennen unangenehm sein können, stellen sie im Normalfall keine Gefahr für Mutter und Kind dar. Sollten Ihre Beschwerden jedoch etwas intensiver ausfallen, ist es ratsam, dass Sie Ihren Gynäkologen kontaktieren. Vor allem Schwangere mit Magenproblemen sollten ihre Schmerzen mit einem Arzt besprechen.

 

Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Komplett vermeiden kann man Sodbrennen während der Schwangerschaft nicht, aber die Beschwerden lassen sich mit einigen Tipps mindern. Hier sind unsere Ratschläge für eine möglichst angenehme Schwangerschaft ohne Sodbrennen:

  • Richtig liegen: Wer nachts flach auf dem Rücken liegt, begünstigt das Auftreten von Sodbrennen. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, dass Schwangere ihren Oberkörper im Liegen mit Kissen erhöhen. Schlafen Sie am besten auf der linken Seite, um das Ausfließen von Magensaft zu verhindern.
  • Enge Kleidungsstücke vermeiden: In der Schwangerschaft sollten Sie auf eng anliegende Hosen und Oberteile sowie Gürtel verzichten, da diese zusätzlichen Druck auf Ihren Magen ausüben.
  • Hausmittel: Milch, Joghurt, Kartoffelsaft, Heilerde, stilles Wasser mit Ingwer sowie rohe Karotten können gegen das Aufstoßen von Magensaft helfen. Auch Weißbrot, Mandeln und Haferflocken binden die Magensäure.
  • Medikamente: Bei starken Beschwerden sollten sich Schwangere an Ihren Arzt oder Apotheker wenden, um Antazida zu erhalten, welche die Magensäure neutralisieren. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass das Arzneimittel kein Aluminium enthält, da dieses dem ungeborenen Kind schaden könnte.

Letztlich kommt es auch auf die richtige Ernährung an. Im Folgenden erhalten Sie nützliche Tipps für eine ausgewogene Ernährung, die Sodbrennen vorbeugt.

 

Mit der richtigen Ernährung Sodbrennen vermeiden

Schwangere mit Sodbrennen sollten besonders viel Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Dabei gilt es, Lebensmittel und Getränke, die Sodbrennen auslösen, bestmöglich zu vermeiden. Die folgenden Lebensmittel fördern entweder die Bildung von Magensäure, enthalten selbst viel Säure, haben einen hohen Fettanteil oder sind generell schwer verdaulich. Zucker, Süßigkeiten wie etwa Schokolade, Kaffee, schwarzer Tee, würziges Essen und Nüsse (abgesehen von Mandeln) unterstützen die Produktion von Magensaft. Äpfel, Zitrusfrüchte, Getränke mit Kohlensäure und Wein enthalten selbst viel Säure und sind damit ein Auslöser von Sodbrennen. Fettiges Essen wie Chips, aber auch Backwaren wie Torten oder Aufschnitt haben einen hohen Fettanteil. Zudem sind Zwiebeln, Kraut, Bohnen, Erbsen, Mais und hartgekochte Eier schwer verdaulich und somit ebenfalls ein möglicher Verursacher von Sodbrennen. Wenn Sie an Sodbrennen leiden, sollten Sie zunächst versuchen, die genannten Lebensmittel von Ihrem Nahrungsplan zu streichen. In den meisten Fällen werden Sie schon zeitnah eine Verbesserung Ihrer Schmerzen spüren.

 

Weitere Beschwerden während der Schwangerschaft

Neben Sodbrennen erleben Schwangere diverse kleine und große Beschwerden, während sich ihr Körper verändert und ein Baby in ihnen heranwächst. Während einige Frauen kaum etwas verspüren, nehmen andere Schwangere die Veränderungen ihres Körpers stärker wahr. Zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden zählen:

  • Übelkeit (nicht unbedingt nur am Morgen)
  • Kreislaufprobleme und Schwindel
  • Müdigkeit sowie Kurzatmigkeit
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Hitzewallungen
  • Blasenschwäche
  • Heißhunger
  • Blähungen
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme

Sollten Sie von Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen betroffen sein und diese sich nicht mit Hausmitteln therapieren lassen, kann ein Besuch beim Frauenarzt Ihnen weiterhelfen.

 

Sodbrennen in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Bei den meisten Schwangeren kommt und geht der brennende Schmerz unterm Brustbein sowie das Aufstoßen von Magensäure von ganz allein. Sollten Ihre Schwangerschaftsbeschwerden jedoch stärker ausfallen und Ihren Alltag bestimmen, ist ein ärztlicher Rat erforderlich. Falls Sie noch am Beginn Ihrer Familienplanung stehen oder seit geraumer Zeit erfolglos versuchen, schwanger zu werden, lohnt sich ein Blick auf unser Angebot an Kinderwunschbehandlungen. IVI ist weltweiter Marktführer im Bereich der Reproduktionsmedizin. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit unseren Spezialisten und lassen Sie sich rund ums Thema Fruchtbarkeit und Schwangerschaft fachkundig beraten.

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