7 April 2022

Vaginalzytologie: Ein entscheidender Test zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs

Vaginalzytologie
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Der Gebärmutterhalskrebs (bzw. das Zervixkarzinom) ist lt. der WHO die vierthäufigste Krebsart weltweit. Es gibt jedes Jahr mehr als 600.000 Fälle, von denen über 50% daran sterben. In Deutschland wird dieser Krebs bei ca. 4.300 Frauen pro Jahr diagnostiziert und führt zu mehr, als 2.000 Todesfällen, allerdings dennoch eine Zahl, die in den vergangenen 30 Jahren fast halbiert werden konnte.

Bei dieser Krebsart gibt es gute Überlebenschancen, wenn sie in der Anfangsphase entdeckt und richtig behandelt wird. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt und die Durchführung von Tests, wie der Zytologie, die beste Waffe dagegen. Heute sprechen wir vom „Papanicolaou- bzw. Pap-Test“, auch als Vaginalzytologie bekannt, eine einfache Technik, mit der dieser Krebs erkannt werden kann. Was ist das genau? Wie wird er durchgeführt? Wir beantworten diese und andere Fragen.

Was ist eine Vaginalzytologie? 

Sinn einer Vaginalzytologie ist es, dem Krebs vorausgehende Schädigungen der Gebärmutter oder die Erkrankung selbst festzustellen. Diese Untersuchung entdeckt auch andere Erkrankungen, wie humane Papillomviren (HPV) und weitere, durch Pilze oder Bakterien verursachte Besiedelungen und Infektionen.

Der Frauenarzt entnimmt mithilfe einer schmerzfreien Technik eine Zellprobe der Innen- und Außenseite des Gebärmutterhalses. Dieses Verfahren dauert nicht einmal 5 Minuten. Die Probenentnahme wird durch Einführung eines Bürstchens und eines Spatels vorgenommen, die einen leichten Zellabrieb bewirken. Anschließend wird die Probe zur Analyse und Diagnose ins Labor geschickt.

Die Experten sind sich einig, dass Frauen im Alter von 25-29 Jahren alle drei Jahre eine Vaginalzytologie vornehmen lassen sollten, während es im Alter von 30-65 Jahren genügt, diese Untersuchung einmal alle 5 Jahre zu machen. In einigen Fällen sollte die Häufigkeit allerdings erhöht werden, damit folgende Risikofaktoren kontrolliert werden können:

  • Vorgeschichte bestimmter gynäkologischer Krankheiten
  • Vorhandensein von Genitalwarzen aufgrund von HPV (humanen Papillomviren)
  • Wenn frühere Zytologien positiv oder die Probenergebnisse wenig aussagekräftig waren
  • Bei Patientinnen, die ein sehr reges Sexualleben haben
  • Wenn die Patientin unter einer Immunsuppression leidet.

Der Gebärmutterhalskrebs in Deutschland

Lt. Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut in Berlin werden diese invasiven Karzinome durchschnittlich im Alter von 55 Jahren diagnostiziert, ein junges Alter im Leben einer Frau. Zudem werden die Tumore bei 4 von 10 Frauen im Anfangsstadium entdeckt, eine weitere Hoffnung spendende Information.

Die WHO gab bekannt, dass über 95% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf das Humane Papillomvirus (HPV) zurückzuführen ist, eine übliche virale Infektion der Fortpflanzungsorgane. Es ist richtig, dass sich die meisten durch das HPV verursachten Infektionen von selbst zurückbilden. TYrotzdem, ist es eben auch möglich, dass sie chronisch werden und sich zu einem invasiven Krebs des Gebärmutterhalses entwickeln. Deshalb ist die Prävention und Impfung so wichtig.

Wie bereits erläutert, ist die gynäkologische Zytologie eine großartige Verbündete, wenn es um die Vorbeugung und Erkennung von Krankheiten oder Anomalien in der weiblichen Gebärmutter geht. Experten aus Spanien bestätigen, dass es die gynäkologische Zytologie geschafft hat, die Mortalität und das Vorkommen von Gebärmutterhalskrebs um ca. 70-80% zu reduzieren.

Damit die Ergebnisse einer durchgeführten Zytologie aussagekräftig sind, sollte die Patientin nicht während ihrer Menstruation erscheinen und bis zu 48 Stunden vor dem Untersuchungstermin keinen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Außerdem ist es notwendig, in den Tagen vor dem Test Behandlungen mit Eizellen oder Spermiziden zu vermeiden und keine inneren Waschungen vorzunehmen.

Nach Durchführung der Zytologie und sofern sich keine Zellen finden, die Anomalien aufweisen, ist die Diagnose negativ. Das bedeutet, dass keine Krankheiten oder Infektionen vorhanden sind.

Wie man sich bei einem positiven Ergebnis verhält

Der nächste Schritt nach einem positiven Ergebnis ist die genaue Untersuchung des Gebärmutterhalses, der Vagina und der Vulva, damit der Frauenarzt feststellen kann, um welche Erkrankung es sich handelt und der Patientin die geeignetste Behandlung empfehlen kann.

Wenn die Diagnose positiv ausfällt, bedeutet dies, dass die untersuchten Zellen des Gebärmutterhalses anormal sind und eine Erkrankung vorliegt, denn diese Zellen können auf Krebserkrankungen oder Vorstufen von Krebs hindeuten.

Wir von den IVI-Kliniken, seit mehr als 30 Jahren Leader in der assistierten Reproduktion, stellen Ihnen das beste Team an Fachkräften zur Verfügung, damit diese Ihre Fragen beantworten und Ihnen bei allem helfen können, was Sie benötigen könnten.

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