8 Oktober 2018

10 Fragen, die man einer Freundin nicht stellen sollte, wenn sie versucht, schwanger zu werden

IVI

 

 

Sobald man mit Freunden und der Familie die fröhliche Nachricht geteilt hat, dass man mit der Familienplanung beginnt, werden plötzlich alle zu Möchtegern-Experten. Neben gut gemeinten Ratschlägen muss man sich als zukünftige werdende Mutter auch diverse Fragen anhören. Schwanger zu werden funktioniert allerdings nicht bei jeder Frau auf Anhieb. Da es sich beim Thema Schwangerschaft um ein intimes Thema handelt, das viele Paare nicht gerne in der Öffentlichkeit besprechen, sollte man lieber Diskretion bewahren. Sie haben eine Freundin oder Kollegin, die schwanger werden möchte? Dann sollten Sie ihr gegenüber diese folgenden 10 Fragen in den nächsten Monaten lieber vermeiden.

 

  1. Bist du schwanger?

 

Direkter könnte eine Frage nach einer möglichen Schwangerschaft nicht sein. Doch gerade, wenn sich das Schwangerwerden komplizierter herausstellt als gedacht, führt diese Frage nur zu unnötigem Druck bei kinderlosen Paaren. Hinzu kommt, dass die meisten Frauen in den ersten Schwangerschaftswochen erst einmal abwarten möchten, bis sie Familienmitglieder und den Freundeskreis in ihr süßes Geheimnis einweihen. Die wenigsten Frauen wollen ein positives Ergebnis eines Schwangerschaftstests gleich mit der ganzen Welt teilen.

 

Es gibt verschiedene körperliche, hormonelle und infektiöse Ursachen, warum eine Frau nicht sofort schwanger wird. Dazu gehören:

  • Eileiterverschluss
  • Durch gestörte Eierstock-Funktion ausgelöste Hormonspiegeländerung
  • Endometriose
  • Zysten oder Tumore in oder an der Gebärmutter
  • Verwachsung der Gebärmutter
  • Überschuss an männlichen Hormonen
  • Funktionsstörung der Hirnhangdrüse, welche notwendige Hormone für Eibläschen ausschüttet.
  • Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien
  • Harnwegs- und Scheideninfektionen

 

Zudem können es folgende Gewohnheiten erschweren, schwanger zu werden:

  • Zu viel Koffein
  • Exzessiver Sport
  • Stress
  • Alkohol
  • Drogenkonsum
  • Unter- sowie Übergewicht
  • Medikamenteneinnahme
  • Schlafmangel und Erschöpfung

 

  1. Habt ihr schon einen Namen ausgewählt?

 

Indem man eine Freundin nach einem möglichen Babynamen fragt, überspringt man gleich mehrere wichtige Schritte. Man sollte unbedingt bedenken, dass rund 50 Prozent aller befruchteten Eizellen leider in einer Fehlgeburt enden. 80 Prozent aller Fehlgeburten ereignen sich dabei bis zur 12. Schwangerschaftswoche. Da das Risiko eines ungewollten Schwangerschaftsabbruchs im ersten Schwangerschaftstrimester vergleichsweise hoch ist, gilt es, vorsichtig mit diesem sensiblen Thema umzugehen. Mit der Frage nach dem Geschlecht des Babys sowie nach einem möglichen Namen sollten Sie daher mindestens drei Monate warten. Hinzu kommt, dass man ohnehin erst ab der 16. Schwangerschaftswoche herausfinden kann, ob es ein Junge oder Mädchen wird. Viele Paare wollen den Namen ihres Kindes ohnehin nicht vor der Geburt verraten. Daher sollte man sich am besten in Geduld üben.

 

  1. Ernährst du dich auch richtig?

 

Obwohl die Ernährung vor und während einer Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt, sollten Sie es vermeiden, nach den Essensgewohnheiten der schwangeren Freundin zu fragen. Sie hat sich sicherlich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt und achtet darauf, dass sie alle wichtigen Nährstoffe zu sich nimmt. Stattdessen könnte es viel hilfreicher sein, wissenschaftlich fundierte Ratgeber zu empfehlen, die Sie vielleicht selbst während Ihrer Schwangerschaft gelesen haben. Wer schwanger werden möchte oder bereits schwanger ist, sollte folgende Lebensmittel unbedingt vermeiden.

 

  • Rohes Fleisch
  • Rohen Fisch
  • Rohmilch und Rohmilchprodukte
  • Alkohol

 

Die genannten Lebensmittel erhöhen bei Schwangeren das Listerioserisiko, was Komplikationen beim ungeborenen Baby zur Folge haben kann. Alkohol enthält gefährliche Giftstoffe, die über die Plazenta direkt zum Kind gelangen.

 

  1. Habt ihr euch medizinische Hilfe geholt?  

Sollte Ihre Freundin bereits seit geraumer Zeit ohne Erfolg versuchen, schwanger zu werden, kann dies an ernsten Umständen liegen. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Ursachen steht eine Unfruchtbarkeit bei der Frau oder dem Mann oftmals zwischen Paaren und ihrem Kinderwunsch. In den IVI-Klinken werden Paare über alle möglichen Formen von medizinisch unterstützter Reproduktion beraten. Selbst wenn Sie es gut meinen, sollten Sie eine Freundin nicht einfach auf ein mögliches medizinisches Problem als Grund für eine ausbleibende Schwangerschaft hinweisen. Sogar bei einer jahrelangen Freundschaft ist es besser, abwarten, bis sich Ihre Freundin vertrauensvoll an Sie wendet.

 

  1. Bist du nicht bereits in einem Risikoalter für eine Schwangerschaft?  

Aus medizinischer Sicht besteht bei Erstgebärenden, die älter als 35 Jahre sind, eine Risikoschwangerschaft. Viele Frauen werden generell nicht gerne auf ihr Alter angesprochen und daher ist auch eine Frage nach einer späteren Schwangerschaft nicht unbedingt ein Thema für Smalltalk. Statistiken zeigen, dass Frauen generell immer später Kinder bekommen. Immer mehr Frauen wollen sich zunächst ihrer Karriere widmen und mit der Familiengründung später beginnen. Außerdem sollte man bedenken, dass nicht jede Frau, die schwanger mit 40 ist, auch tatsächlich von einer Risikoschwangerschaft betroffen ist. Risiken in der Schwangerschaft hängen von mehreren Faktoren und nicht ausschließlich vom Alter der werdenden Mutter ab.

 

  1. Habt ihr schon mal über künstliche Befruchtung nachgedacht?  

Paare, die Probleme haben, schwanger zu werden, sprechen nicht gerne über die Gründe für ihre Kinderlosigkeit. Sie sollten sich daher gut überlegen, ob Sie das Thema künstliche Befruchtung bei Ihrer Freundin ansprechen. Fachkundliche Beratung erhalten Betroffene in den mehr als 70 IVI-Klinken in 13 Ländern. In unseren Kliniken ist die Methode In-vitro-Fertilisation (IVF) am weitesten verbreitet. Die Befruchtung der Eizelle mit einem Spermium findet dabei außerhalb des weiblichen Körpers statt. Eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist eine weitere beliebte Methode der künstlichen Befruchtung. Diese bietet sich vor allem dann an, wenn der Mann unter Fruchtbarkeitsproblemen leidet. Sollte Ihre Freundin auf der Suche nach ärztlicher Hilfe in Bezug auf Fruchtbarkeit sein, kann sie online einen Termin mit einem unserer Spezialisten vereinbaren.

 

  1. Könnt ihr euch ein Kind überhaupt leisten?

Vor allem Paare jenseits der 30 werden sich ausreichend Gedanken über eine Familiengründung gemacht haben. Zudem erhalten Familien in Deutschland diverse soziale Zuschüsse, weshalb diese Frage in den meisten Fälle überflüssig ist. Laut des Statistischen Bundesamts geben Eltern im Schnitt 660 Euro im Monat für ihr Kind aus. Fürs zweite Kind fallen durchschnittliche monatliche Kosten in Höhe von 583 Euro und beim dritten Kind 564 Euro an. Paare mit begrenzten finanziellen Mitteln können beispielsweise Kosten sparen, indem sie Freunde und Familie um Secondhand-Babykleidung bitten. Wenn Ihre Freundin dann tatsächlich schwanger ist, sollten Sie sich nach einem praktischen Geschenk zur Geburt erkundigen, welches die junge Familie tatsächlich gut gebrauchen kann.

 

  1. Wirst du dein Kind stillen?

Wer seine Freundin schon bei den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft nach dem Stillen fragt, denkt bereits weit voraus. Richtig ist, dass Stillen für Säuglinge vorteilhaft ist, weil die Muttermilch lebenswichtige Nährstoffe enthält. Allerdings sollte jede junge Mutter selbst entscheiden, ob und wie lange sie stillen möchte. Sollte das Thema Stillen schon vor einer Schwangerschaft aufkommen, können Sie Ihre Freundin mit folgenden Informationen über Muttermilch versorgen:

 

  • Sie ist für Babys leicht verdaulich und auf die Mengenbedürfnisse des Nachwuchses zugeschnitten
  • Sie enthält wichtige Nährstoffe wie Eiweiße, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Kohlenhydrate
  • Mit gewissen Abwehr- und Schutzstoffen verhindert sie Krankheiten
  • Stillen beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter und hilft Müttern, schneller zum Idealgewicht zurückzukehren

 

  1. Hast du schon einen Schwangerschaftstest gemacht?

Frauen, die vergeblich versuchen, schwanger zu werden, haben garantiert bereits mehrere Schwangerschaftstests gemacht. Fragen nach einem positiven Testergebnis sollte man nicht stellen, da dies zu aufdringlich wirkt. Warten Sie daher lieber ab, bis Ihre Freundin den Zeitpunkt festlegt, um Ihnen von der Schwangerschaft zu berichten. Generelle Tipps hinsichtlich Schwangerschaftstests können hingegen für jede Frau hilfreich sein.

 

  • Ein Frühschwangerschaftstest ist ab dem 10. Tag nach dem Eisprung möglich.
  • Ein ganz normaler Schwangerschaftstest liefert ab dem 14. Tag nach dem Eisprung ein Testergebnis.

 

Viele Frauen wollen jedoch so schnell wie möglich wissen, ob sie schwanger sind. Ein Bluttest beim Gynäkologen verrät schon ab dem 9. Tag nach dem Eisprung, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Man sollte zudem beachten, dass die Chance auf eine Schwangerschaft pro Monatszyklus bei 25 Prozent liegt. Durchschnittlich dauert es vier Monate, bis eine Frau schwanger wird. Im ersten Jahr werden rund 90 Prozent der Frauen schwanger.

 

  1. Bist du nervös?

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, Schwangerschaftsdepressionen, eine eventuelle Fehlgeburt – selbstverständlich gibt es viele Gründe, warum eine Frau – vor allem vor ihrer ersten Schwangerschaft – nervös ist. Diese Frage zu stellen, wirkt demnach überflüssig und könnte zu unnötiger Besorgnis bei Ihrer Freundin führen. Was Ihre Freundin, die versucht, schwanger zu werden, nun wirklich braucht, ist jemand, der jederzeit für sie da ist. Versuchen Sie, Ihre Freundin vom Stress abzulenken, organisieren Sie einen spaßigen Frauenabend und plaudern Sie gemeinsam über die geläufigsten Tipps, wie man schneller schwanger wird. Diese beinhalten:

  • Den eigenen Zyklus zu kennen
  • Ausreichender und regelmäßiger Schlaf
  • Ein kompletter Check beim Gynäkologen
  • Gesunde Ernährung und fit bleiben

 

 

 

 

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