2 Juli 2018

Schnell schwanger werden: 10 Tipps helfen dabei

Schnell schwanger werden: 10 Tipps helfen dabei

 

 

Es klingt so einfach: Verhütungsmittel absetzen, schnell schwanger werden und nach neun Monaten das Baby im Arm halten. Doch der Weg zu einer Schwangerschaft kann ziemlich holprig sein. Viele Paare setzen sich aber bereits unter Druck, wenn es nach dem ersten Zyklus mit dem Kinderwunsch nicht klappt. Das ist jedoch nicht realistisch und verursacht unnötigen Stress. Denn man muss berücksichtigen, dass die Chancen pro Zyklus lediglich zwischen 15 und 25 Prozent liegen. Von 100 Paaren werden im Durchschnitt nur 20 Paare schwanger. Zu viele Faktoren sind zu berücksichtigen. Alter und Lebensumstände spielen ebenso eine Rolle wie die körperliche Verfassung beider Partner. Auch wenn es schwerfällt, müssen sich Paare auf eine Wartezeit einstellen. Bis zu 12 Monaten kann es bei Paaren zwischen 25 und 35 Jahren dauern. Danach sollte ein Arzt konsultiert werden. Unsere Experten von den IVI-Kliniken haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, um schwanger zu werden, um Ihnen den Weg zu einer Schwangerschaft zu erleichtern, den sie locker und entspannt gehen sollten.

 

Die fruchtbaren Tage kennen

 

Wer eine Schwangerschaft plant, ist gut beraten, sich ausführlich mit dem Thema „fruchtbare Tage“ zu beschäftigen. Das klingt zwar ein wenig theoretisch, ist aber wichtig, damit man weiß, wann man schwanger werden kann. Zwar lassen sich die natürlichen Abläufe nicht beeinflussen, aber es ist wichtig zu wissen, wann ein Eisprung stattfindet. Lesen Sie hier, wie der weibliche Zyklus funktioniert:

 

Eisprung in der Zyklusmitte

 

  1. Die fruchtbare Phase findet um die Zyklusmitte statt. Allerdings lässt sich für den Eisprung kein genauer Tag festlegen, da die Zykluslängen variieren. Zyklusschwankungen sind normal und betragen zwischen 23 und 35 Tagen. Ebenso wenig lässt sich der Zeitraum zwischen Eireifung und Eisprung festlegen. In 50 Prozent der Zyklen findet der Eisprung nach dem 14. Zyklustag statt. Nach dem Eisprung ist eine Eizelle nur für 12 bis 18 Stunden befruchtungsfähig. Spermien hingegen leben im Körper der Frau zwischen drei und fünf Tagen. Daher wird die fruchtbare Phase der Frau mit etwa sechs Tagen angegeben: fünf Tage vor dem Eisprung und der Tag des Eisprungs selbst. An diesem doch sehr begrenzten Zeitraum ist erkennbar, dass es nicht ganz so einfach ist, schwanger zu werden. Zumal eine Frau nur ein befruchtungsfähiges Ei pro Zyklus produziert.

 

Optimal: Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs

 

  1. Weil Sex am Tag vor dem Eisprung optimal ist, sollte man möglichst den genauen Tag des Eisprungs kennen. Viele benutzen dafür einen Eisprungkalender, den man allerdings über mehrere Monate penibel führen muss. Bei einer Zykluslänge von beispielsweise 24 Tagen, findet der Eisprung um Tag 12 herum statt. Da jede Frau ihren eigenen Zyklus hat, der auch mehr oder weniger starken Schwankungen unterliegt, und der Eisprung sich von Zyklus zu Zyklus verändert, sind solche Daten nicht sehr verlässlich. Eine bessere Methode ist die eigene Körpertemperatur, Basaltemperatur genannt, die 24 Stunden nach dem Eisprung um 0,2 °C bis 0,6 °C ansteigt: Sie wird nach dem Aufwachen gemessen. Nahezu 100-prozentig funktioniert die sogenannte Schleimmethode. Im Gebärmutterhals befinden sich schleimproduzierende Drüsen. Je nach Zyklusphase ist die Konsistenz unterschiedlich. Der Schleim ist zum Zeitpunkt des Eisprungs flüssiger, klarer und zieht Fäden. Eine Beschaffenheit, die für den Weg der Spermien zur Eizelle nötig ist.

 

 

Bloß kein Leistungsdruck

 

  1. Zurück zum Sex. Bei diesem engen Fruchtbarkeitsfenster versuchen viele Paare, so viel Geschlechtsverkehr zu haben wie möglich. Das kann allerdings aus zwei Gründen kontraproduktiv sein. Zum einen legt sich auf diese vergnügliche Angelegenheit ein unangenehmer Leistungsdruck, der Stress und Anspannung auslöst – nicht gerade hilfreich, um schwanger zu werden. Und viel hilft in diesem Falle leider nicht viel. Am besten ist sogar eine zehntägige Enthaltsamkeit vor dem Eisprung. Denn täglicher Sex führt zu einer Abnahme der Spermien pro Ejakulat. Zwei bis fünf Tage dauert es dann, bis Spermienzahl und -qualität wieder ansteigen. Enthaltsamkeit, so widersinnig es klingt, schafft die beste Voraussetzung für ein Baby.

 

Hitze schadet den Spermien

 

  1. Nicht nur Enthaltsamkeit beim Sex sorgt für mehr und bessere Spermien. Verzichten sollte der Mann unbedingt auf alles, was mit Hitze zu tun hat. Hohe Temperaturen sind ein Faktor, der seine Fruchtbarkeit stark beeinträchtigen kann. Um schnell schwanger zu werden, sollten Männer zumindest während der fruchtbaren Tage auf heiße Bäder und Saunagänge verzichten. Es kommt schon bei 37 Grad zu einer Überhitzung der Keimdrüsen und das gefährdet die Spermienproduktion. Auch enge Hosen (Radfans aufgepasst) können einen Hitzestau verursachen und sich negativ auf die Samenqualität auswirken.

 

Schwanger während der Menstruation?

 

  1. Viele Frauen sind überrascht, wenn sie hören, dass man während der Periode schwanger werden kann. Das hängt mit der Lebensdauer der Spermien im weiblichen Körper zusammen. So kann es in den Anfangstagen der ersten Zyklushälfte, zwischen dem fünften bis siebten Tag, zu einer Überschneidung der fruchtbaren Phase und der Menstruation kommen. Eine Schwangerschaft während der Menstruation kommt hauptsächlich bei Frauen vor, die einen sehr kurzen oder sehr unregelmäßigen Zyklus haben. Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit jedoch eher gering. Diesen Umstand nutzen viele Paare zur Verhütung, was aber wiederum keine verlässliche Methode ist.

 

Stress ist kontraproduktiv

 

  1. Ein unregelmäßiger Zyklus kann durch eine ungesunde Lebensweise entstehen. Wer ständig unter Stress steht, setzt seinen Körper einer großen Belastung aus. Keine guten Voraussetzungen, um schwanger zu werden. Bei Männern wirkt sich Stress auf die Spermienqualität aus. Stress vermeiden ist also oberstes Gebot, wenn man schwanger werden möchte. Und schlafen Sie ausreichend! Schlafmangel signalisiert dem Körper einen hohen Stresslevel, daher sind sieben bis acht Stunden Schlaf optimal. Als Anti-Stressmittel eignen sich Yoga, Meditation oder Body Scan, eine sehr effektive Methode, bei der man sich intensiv auf einzelne Körperteile konzentriert, um sich zu entspannen.

 

Ausgewogen und gesund essen

 

  1. Mit gesunder Ernährung kann man sich quasi schwanger essen. Viel frisches Gemüse und Obst, Vollkorn- und Milchprodukte sorgen für einen ausgeglichenen Vitamin- und Mineralhaushalt. Folsäure ist ein sehr wichtiges Vitamin, da es bei der Zellteilung und bei Wachstumsprozessen eine zentrale Rolle spielt. Tomaten, Spargel, Sojabohnen und Erbsen sollten daher auf dem Speiseplan nicht fehlen, da ihr Folsäureanteil besonders hoch ist. Männer sind bei der gesunden Ernährung übrigens auch gefordert. Für eine ausreichende Spermienbildung sind die Vitamine C, E und B12 ausschlaggebend. Zink wirkt sich positiv auf die Qualität der Samenzellen aus.

 

Übergewicht erschwert eine Schwangerschaft

 

  1. Was einer schnellen Schwangerschaft fast immer entgegensteht, ist Übergewicht. Zu viele Kilos führen zu einer hormonellen Störung, die die Funktion der Eierstöcke beeinträchtigen. Bei Männern kann die Zahl der Samenfäden zurückgehen. Daher steht eine Gewichtsabnahme ganz am Anfang, um einer Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen. Oft genügen schon ein paar Pfunde und regelmäßige Bewegung, damit die Zeiger der Waage nach unten gehen und sich die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht.

 

Nikotin ist tabu

 

  1. Auch wenn es schwerfällt: Kaffee und Alkohol gehören zu den Genussgiften, die dem Körper schaden. Sie müssen zwar nicht gänzlich verzichten, aber mehr als zwei Tassen Kaffee oder Tee am Tag sollten genügen, da das Koffein negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben kann. Alkohol senkt nachweislich die weibliche Fruchtbarkeit um 40 Prozent. Zuviel Alkohol hat bei Männern ein Verlust vom Samenqualität und -quantität zur Folge. Nikotin ist für beide Partner tabu. Wer raucht, treibt die Fehlgeburtsrate in die Höhe, Samen verlieren an Qualität.

 

Beim Arzt auf Infektionen checken lassen

 

  1. Für Frauen, die schnell schwanger werden möchten, ist ein Besuch beim Frauenarzt unerlässlich, um unerkannte oder verschleppte Infektionen im Genitalbereich zu erkennen und zu behandeln. Chlamydieninfektionen führen häufig zu Störungen in den Ovarien. Pilzinfektionen begünstigen Entzündungen im Unterleib. Kurieren Sie Ihre Beschwerden vollständig aus. In vielen Fällen muss aufgrund der Ansteckungsgefahr auch der Partner behandelt werden. Denken Sie daran, Ihre Immunität gegen Röteln überprüfen zu lassen. Schilddrüsenwerte und ein Blutbild geben Auskunft über eventuelle Erkrankungen oder Probleme, die vor einer Schwangerschaft therapiert werden sollten.

 

Faktoren, die eine Schwangerschaft erschweren können

 

Auch wenn Sie all die Tipps unserer Experten der IVI-Kliniken einhalten, körperlich gesund sind und keinerlei Beschwerden haben, gibt es Faktoren die eine Schwangerschaft zumindest erschweren. Das Alter ist einer der Gründe. Wir raten daher zu einem Arztbesuch, wenn Sie jünger als 35 sind und mehr als ein Jahr lang vergeblich versucht haben, schwanger zu werden. Wenn das Paar älter als 35 ist und nach sechs Monaten noch keinen Erfolg hat, sollte ebenfalls ein Spezialist um Rat gefragt werden.

 

Wir Mediziner der IVI-Kliniken kennen eine ganze Reihe von Ursachen, auf weiblicher wie auf männlicher Seite, die einer Schwangerschaft im Wege stehen. Neben einem fortgeschrittenen Alter verhindern häufig medizinische Gründe eine Schwangerschaft. Dazu zählen Endometriose, Myome, chronische Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Depressionen.

 

Medikamente schaden der Fruchtbarkeit

Vielen Paaren ist häufig auch nicht bewusst, dass sich bestimmte Medikamente negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Dazu zählen Neuroleptika, Antidepressiva oder Mittel gegen Bluthochdruck. Auch Rheumamittel und Medikamente, die bei einer Krebstherapie angewendet werden, sind schädlich für die Fruchtbarkeit. Bei einem Kinderwunsch sollten Sie keinesfalls Mittel einnehmen, die Sexualhormone enthalten, da diese bei Frauen die sensible Hormonbalance durcheinanderbringen. Betablocker und Mittel gegen Sodbrennen führen bei Männern zu einer abnehmenden Spermienqualität. Anabolika, die fast immer Testosteron enthalten, stoppen die Spermienproduktion.

 

Ursachenforschung in unseren IVI-Kliniken

Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, mit Ihrer Schwangerschaft nicht klappen, bietet Ihnen die assistierte Reproduktion Möglichkeiten. Hierfür stehen Ihnen unsere erfahrenen Experten von den IVI-Kliniken mit zur Seite. Bei Ihrem ersten Besuch erstellen wir eine sorgfältige Anamnese. Um herauszufinden, welche Ursachen eine Schwangerschaft verhindern, werden bestimmte Untersuchungen und Tests durchgeführt. Sobald die Ergebnisse vorliegen, besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen. Wir setzen alles daran, um Ihnen zu einem Baby zu verhelfen. Mit einigen Tipps, die wir Ihnen in diesem Blog vorgestellt haben, können Sie zusätzlich Ihren eigenen Beitrag leisten.

 

 

 

 

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück zum Anfangarrow_drop_up