20 November 2020

Die Einnahme der Pille beeinflusst die Fruchtbarkeit?

Antibabypille
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Haben Sie jahrelang die Pille durchgenommen und planen nun eine Schwangerschaft? Mit dem Absetzen der Pille tauchen diverse Fragen auf wie: Kann die Pille durchnehmen, die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen? Kann ich nach der Einnahme der Pille ganz normal schwanger werden? Welche Nebenwirkungen hat das Absetzen der Pille? In diesem Beitrag erfahren Sie alles zum Thema Pille als Verhütungsmittel, Nebenwirkungen und die Folgen des Absetzens. Wenn bei Ihnen ein Fruchtbarkeitsproblem vorliegen sollte, muss dies allerdings keinesfalls das Aus Ihres Kinderwunsches bedeuten. Dank Fruchtbarkeitsexperten wie IVI gibt es zahlreiche Wege, schwanger zu werden und eine Familie zu gründen.

 

Wie wirkt die Antibabypille?

Die Wirkung der Pille hängt davon ab, ob es sich um ein Kombinationspräparat von mehreren Hormonen oder um eine Antibabypille mit nur einem Hormon handelt. Allein in Deutschland sind mehr als 50 unterschiedliche Pillenarten in der Apotheke erhältlich. Enthält eine Pille die weiblichen Sexualhormone Östrogen und Gestagen, werden die Botenstoffe im Gehirn gehemmt, die für den Einsprung notwendig sind. Daher werden diese Kombinationspräparate auch als Ovulationshemmer bezeichnet. Die sogenannte Minipille enthält hingegen lediglich Gestagen. Bei Frauen, welche die Minipille nehmen, wird die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend aufgebaut. Welche Pille Sie als Verhütungsmittel verwenden sollten, besprechen Sie am besten mit Ihrem Gynäkologen, der auch Ihre medizinische Vorgeschichte kennt und Sie fachkundig beraten wird.

 

Pille durchnehmen – kann es zu Zwischenblutungen kommen?

Kann es zu Zwischenblutung kommen, wenn man die Pille durchnimmt? Ganz unabhängig davon, welche Pille Sie nehmen, kann es theoretisch immer zu Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen kommen. Eine Pille durchzunehmen und Zwischenblutungen schließen sich daher nicht aus. Zu Zwischenblutungen kann es unter anderem aufgrund von hormonellen Veränderungen kommen, die oftmals zu Beginn der Einnahme auftreten.

 

Zu weiteren typischen Nebenwirkungen der Antibabypille gehören:

  • Gewichtszunahme
  • Sexuelle Lustlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Spannungsgefühle in den Brüsten
  • Gefühlsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Thrombosen (vor allem an Anfang der Einnahme oder nach einer Unterbrechung)

 

Absetzen der Pille: Mögliche Nebenwirkungen

Viele Frauen nehmen die Pille für einen längeren Zeitraum, nicht selten für zehn Jahre ohne Unterbrechung oder sogar länger. Mit dem Absetzen der Pille muss sich der Körper also erst einmal wieder hormonell umstellen. Dies kann einige Zeit dauern. Während sich der natürliche Monatszyklus wieder einpendelt, können diverse Nebenwirkungen auftreten. Da die bis dato eingenommen Hormone auf einmal wegfallen, kann sich zum Beispiel das Hautbild verändern. Außerdem haben viele Patientinnen Stimmungsschwankungen oder bemerken eine Veränderung ihres Gewichts. Eine unregelmäßige Periode und Zwischenblutungen sind jedoch die Nebenwirkungen, die Frauen mit einem Kinderwunsch am meisten beschäftigen. Rund ein Jahr nach dem Absetzen der Pille sollten die Nebenwirkungen wieder verschwunden sein. Das heißt, dass sich auch der natürliche Monatszyklus wieder normalisiert hat. Ansonsten empfiehlt es sich, Rat von seinem Frauenarzt zu holen.

 

Pille durchnehmen – ein Risiko für die Fruchtbarkeit?

Zählen Sie auch zu den Frauen, die sich Gedanken machen, ob ihr Verhütungsmittel eventuell negative Auswirkungen auf ihre Familienplanung haben könnte? Doch müssen Frauen, die jahrelang die Pille genommen haben, überhaupt mit einer eingeschränkten Fruchtbarkeit rechnen? Diese Frage beschäftigt fast jede Frau, die sich für dieses Verhütungsmittel entschieden hat. Die gute Nachricht lautet, dass die Pille keine nachweislichen Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit hat. Selbst nach einer langjährigen Einnahme wird der Großteil der Frauen nach dem Absetzen relativ zügig schwanger. Wie schnell Sie ein positives Schwangerschaftsergebnis erhalten werden, hängt jedoch auch von den Nebenwirkungen ab. Diese variieren von Patientin zu Patientin. Wenn Sie jünger als 35 Jahre sind, sollten Sie nach zwölf Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehrs ohne gewünschtes Ergebnis zum Frauenarzt gehen. Frauen über 35 sollten ihren Gynäkologen nach sechs Monaten aufsuchen und mögliche Schritte zur Verbesserung der Fruchtbarkeit besprechen.

 

Was kann die weibliche Fruchtbarkeit einschränken?

Wenn sich die Pille nicht negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt, welche Gründe können weibliche Fruchtbarkeitsprobleme dann haben? Zum einen spielt das Alter einer Frau eine entscheidende Rolle. Frauen ab Mitte 30 haben nicht unbedingt jeden Monat einen Eisprung, was die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung reduziert. Zum anderen gibt es gewisse Umwelteinflüsse, die eine Schwangerschaft verhindern können. Ein ungesunder Lebensstil wie Rauchen oder Drogenkonsum mindert nicht nur die Chancen auf eine gewünschte Schwangerschaft, sondern steigern auch das Risiko einer Fehlgeburt oder einer Fehlbildung des ungeborenen Kindes. Stoffwechselerkrankungen, Probleme mit der Leber oder Niere sollten vor einer geplanten Schwangerschaft ebenfalls am besten mit einem Frauenarzt besprochen werden. Weitere Risikofaktoren für die Fruchtbarkeit sind Gewichtsprobleme – sowohl Über- als auch Untergewicht – und sehr starke körperliche Belastungen, welche den Eisprung beeinflussen.

 

Kann man trotz Fruchtbarkeitsproblemen schwanger werden?

Auch hier lautet die erfreuliche Nachricht: Ja, auch Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen haben ebenfalls Chancen, schwanger zu werden. In den Fruchtbarkeitskliniken von IVI werden Patienten zunächst gründlich untersucht, um den Grund der Fertilitätsprobleme zu identifizieren. Im Anschluss empfehlen unsere Spezialisten die Kinderwunschbehandlung mit den besten Erfolgschancen – je nach individuellem Befund. In Frage kommen beispielsweise eine künstliche Befruchtung, eine In-vitro-Fertilisation (IVF) oder eine intrazytoplasmatische Spermien-Mikroinjektion (ICSI). Zudem bietet IVI Ihnen eine der größten Samenbanken der Welt. Dies ist vor allem dann interessant, wenn ein Fruchtbarkeitsproblem beim männlichen Partner bekannt ist. Weiterhin ermöglicht IVI es Patientinnen, welche ansonsten keine Kinder bekommen könnten, mithilfe einer Eizellspende doch ein Baby auszutragen und Mutter zu werden. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch, um herauszufinden, mit welchen hochmodernen Techniken Ihnen IVI zum Wunschkind verhelfen kann.

Eine gute Nachricht für alle Frauen mit Kinderwunsch: Die Pille durchzunehmen hat keine negativen Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit. Daher können auch Frauen, die jahrelang die Pille eingenommen haben, nach dem Absetzen des Verhütungsmittels schwanger werden. Durch das Absetzen kann es jedoch zu unterschiedlichen Nebenwirkungen kommen. Sollte sich der normale Zyklus nicht von allein wieder einstellen, empfiehlt es sich, einen Termin beim Frauenarzt zu vereinbaren. Wenn bei Ihnen ein Fruchtbarkeitsproblem vorliegt, bietet Ihnen der Kinderwunschspezialist IVI mehrere Optionen, mithilfe medizinisch assistierter Reproduktionsmaßnahmen schwanger zu werden. In den IVI-Kliniken werden mehr als 22.000 Behandlungen pro Jahr durchgeführt. Die Erfolgschancen bei einer kumulativen Schwangerschaftsrate liegen bei 92 Prozent. Informieren Sie sich am besten noch heute über die Behandlungsoptionen bei IVI.

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück zum Anfangarrow_drop_up