22 Februar 2021

5 Tipps zur Berechnung der fruchtbaren Tage

fruchtbare Tage berechnen
Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Sind Sie bereit für Ihr erstes oder ein weiteres Kind? Um Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, sollten Sie genau wissen, wann Ihre fruchtbaren Tage sind. Das Fruchtbarkeitsfenster einer Frau kündigt sich normalerweise mit bestimmten Körpersignalen an. Wir haben für Sie 5 Tipps, um zu bestimmen, wann Sie am fruchtbarsten sind und wann Sie die besten Voraussetzungen haben, um schwanger zu werden.

 

Wann sind meine fruchtbaren Tage?

Paare mit Kinderwunsch sollten genau wissen, wann sie die größten Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung haben. Dabei spielen die Überlebensdauer der männlichen Samenzellen im weiblichen Körper und die fruchtbaren Tage einer Frau eine entscheidende Rolle. Die fruchtbare Zeit einer Frau ist um den Eisprung herum, welcher Teil der Proliferationsphase ist. Diese Phase beginnt am 5. und endet am 14. Zyklustag, wenn man von einem 28-Tage-Zyklus ausgeht. Das follikelstimulierende Hormon (FSH) sorgt dafür, dass der Eierstock eine Eizelle produziert. Parallel dazu regt Östrogen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut an, welche für die Einnistung der befruchteten Eizelle essenziell ist. Ein Anstieg von FSH und dem luteinisierenden Hormon (LH) lösen gemeinsam mit einem sinkenden Östrogenlevel den Eisprung aus. Die weibliche Eizelle ist nun für 24 Stunden befruchtungsfähig. Über 80 Prozent aller Frauen haben einen schwankenden Zyklus, was es etwas schwieriger – jedoch nicht unmöglich – macht, seine fruchtbaren Tage zu bestimmen. Da männliche Samenzellen bis zu sieben Tage im Körper einer Frau überleben können, sind die fruchtbarsten Tage kurz vor sowie am Tag der Ovulation.

 

Tipp 1: Ovulationstest

Moderne Tests für zu Hause ermöglichen es Frauen, ihre fruchtbaren Tage zu berechnen. Wie bei einem Schwangerschaftstest wird auch ein Fruchtbarkeitstest in Urin getaucht. Gemessen wird der LH-Wert. Ist dieser erhöht, reagieren die Antikörper auf dem Teststreifen entsprechend. Etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung erhöht sich die LH-Konzentration im Urin. Frauen, die täglich einen Ovulationstest durchführen, können den Moment ihres Eisprungs daher einfacher vorhersagen. Nach dem Eisprung sinkt der LH-Wert wieder, sodass ein Fruchtbarkeitstest dann wieder negativ ausfallen wird.

 

Tipp 2: Messen der Basaltemperatur

Eine Alternative zum Ovulationstest ist das Messen der Basaltemperatur. Damit ist die morgendliche Körpertemperatur direkt nach dem Aufwachen gemeint. Wichtig ist, dass Sie Ihre Temperatur noch vor dem Aufstehen immer zur gleichen Zeit und an der gleichen Stelle messen. Am zuverlässigsten ist eine dreiminütige Messzeit – entweder im After oder in der Scheide. Zu Beginn des Monatszyklus sollte die Körpertemperatur bei rund 36,5 Grad Celsius liegen. Nach der Ovulation steigt die Basaltemperatur um etwa ein Zehntelgrad Celsius an. Daher ist es wichtig, dass Ihr Thermometer zwei Stellen nach dem Komma anzeigt. Oftmals funktioniert die Temperaturmethode zur Bestimmung der fruchtbaren Phase besser, wenn man seine Basaltemperatur über einen längeren Zeitraum misst. Wenn Sie erst am ersten Tag des Temperaturanstiegs ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, könnte es sein, dass Sie den Eisprung bereits verpasst haben. Eine gute Idee ist es, neben der Basaltemperatur auch den Zervixschleim zu beobachten.

 

Tipp 3: Beobachtung des Zervixschleims

Eine Schleimbeobachtung in Kombination mit dem Messen der Basaltemperatur gilt als eine sichere Variante, um die fruchtbaren Tage zu ermitteln. Sie haben sicherlich bereits bemerkt, dass sich Ihr Ausfluss im Laufe des Monatszyklus verändert. Nach der Blutung ist die Scheide recht trocken. Danach verändert sich der Zervixschleim zu milchig-trüb. Je näher der Eisprung rückt, desto klarer wird der Schleim. Kurz vor dem Eisprung sieht der Schleim wie Eiweiß aus. Überprüfen Sie die Konsistenz, indem Sie etwas Zervixschleim aus der Scheide nehmen und zwischen Zeigefinger und Daumen auseinanderziehen. Wenn der Schleim spinnbar ist, steht die Ovulation kurz bevor. Dies ist der optimale Zeitpunkt, um Sex zu haben. Nach dem Eisprung wird der Schleim dann wieder trüber und zäh. Bei einigen Frauen verschwindet der Ausfluss bis zum Einsetzen der Periode gänzlich. Letztendlich ist es deutlich einfacher, mit dieser Methode das Ende der fruchtbaren Phase zu bestimmen. Am besten beobachten Sie Ihren Schleim sowie die Temperaturkurve für mehrere Monate und im Idealfall über ein ganzes Jahr, um Ihre fruchtbaren Tage einzugrenzen.

 

Tipp 4: Lage von Gebärmutterhals & Muttermund

Die Tastmethode von Gebärmutterhals oder Muttermund ist zwar nicht so verbreitet wie die Beobachtung von Basaltemperatur und Zervixschleim, kann Ihnen aber durchaus helfen, Ihren Körper und die einzelnen Phasen Ihres Zyklus besser kennenzulernen. Wenn Sie die Lage von Gebärmutterhals und Muttermund direkt nach Ihrer Menstruation überprüfen, werden Sie diese relativ leicht ertasten können. Zu diesem Zeitpunkt des Monatszyklus ragen beide tiefer in die Scheide herein, sodass man Sie mit den Fingern fühlen kann. Zudem sind Gebärmutterhals und Muttermund fest und geschlossen, da zu diesem Zeitpunkt keine Befruchtung stattfinden kann. Während der fruchtbaren Tage verändert sich die Lage und beide befinden sich höher in der Scheide. Zudem fühlt sich der Muttermund zur Zeit des Eisprungs deutlicher weicher an – ähnlich wie Schamlippen. Die Lage von Gebärmutterhals und Muttermund zu ertasten, kann Ihnen helfen, den optimalen Zeitpunkt für eine Befruchtung zu bestimmen.

 

Tipp 5: Medizinische Vorsorgeuntersuchungen

Es ist unheimlich wichtig, dass Frauen ihre Vorsorgetermine beim Frauenarzt ernst nehmen und sich regelmäßig untersuchen lassen. Auf diese Weise können mögliche Fruchtbarkeitsstörungen schon früh erkannt und therapiert werden. Werden Sie trotz der Ermittlung Ihrer fruchtbaren Tage nicht schwanger, sollten Sie sich zunächst keine Sorgen machen. Etwa ein Drittel aller Frauen mit Kinderwunsch warten länger als ein Jahr auf ein positives Schwangerschaftstestergebnis. Grundsätzlich spielt das Alter eines Paares eine wichtige Rolle. Liegen ansonsten keine bekannten Erkrankungen vor, sollten sich Frauen, die jünger als 28 Jahre sind, ruhig anderthalb Jahre Zeit lassen. Frauen zwischen 28 und 32 Jahren sollten sich nach rund einem Jahr Wartezeit an ihren Gynäkologen wenden, um sich medizinisch durchchecken zu lassen. Ältere Frauen sollten sich bereits nach einem halben Jahr untersuchen lassen. Je früher eine mögliche Fertilitätsstörung entdeckt wird, desto größer sind die Chancen, dass eine Kinderwunschbehandlung erfolgreich ist.

 

Es existieren diverse Methoden, mit denen Frauen ihre fruchtbaren Tage bestimmen können, um ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Sollten Sie trotz der Ermittlung Ihrer fruchtbaren Tage auf natürlichen Wege nicht schwanger werden, empfiehlt es sich, die Kinderwunschexperten von IVI zu kontaktieren. Paare mit Fruchtbarkeitsstörungen können sich in den IVI-Kliniken mithilfe von modernen Reproduktionsmethoden wie einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer intrazytoplasmatischen Spermien-Mikroinjektion (ICSI) ihren Kinderwunsch erfüllen.

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