1 März 2017

Die ersten Kinderwunsch Tage in Deutschland

Wenn die normalste Sache der Welt zur kompliziertesten wird

Am 18. und 19. Februar 2017 fanden in Berlin die ersten Kinderwunsch Tage in Deutschland statt. Interessierte konnten sich an Informationsständen und zahlreichen Seminaren ausführlich über reproduktive Verfahren aufklären lassen. Auf der Messe waren rund 40 deutsche und ausländische Einrichtungen, Vereinigungen und Beratungszentren vertreten. In Deutschland leiden 1,5 Millionen Menschen an ungewollter Kinderlosigkeit. Diese erstmals organisierte Plattform, um sich einen Überblick über das Feld der Reproduktionsmedizin zu verschaffen, stieß sofort auf riesiges Interesse. Nicht nur Berliner*innen wollten sich informieren, die Besucher*innen reisten aus der ganzen Republik an.

IVI präsentierte sich an einem eigenem Stand mit kompetenten deutschsprachigen Patientenbetreuerinnen und drei seiner auf Reproduktionsmedizin spezialisierten Gynäkologen: Dr. Sandra Haitzinger (IVI Mallorca), Dr. Ana Chueca Villanueva (IVI Zaragoza) sowie Dr. Israel Ortega (IVI Madrid). Ihre IVI-Kliniken bieten neben den Kliniken in Valencia, Barcelona und Alicante deutschsprachiges Personal für die Behandlung unserer Patient*innen aus Deutschland.

Viele hetero- und homosexuelle Paare sowie Alleinstehende, häufig Menschen über 40 Jahre, kamen mit unseren Spezialisten ins Gespräch. Sie hatten meist bereits eine lange, erfolglose Behandlungsgeschichte hinter sich. In Spanien können wir vielen von ihnen neue Hoffnung geben. Besucher*innen suchten Unterstützung bei ihrem oft seit langem unerfüllten Kinderwunsch, mit dem sie in Deutschland an gesetzliche Grenzen stoßen, da reproduktionsmedizinische Verfahren wie die Eizellspende verboten sind. Einen Ausweg können ausländische Einrichtungen bieten, wie z.B. die IVI-Kliniken. Wir sind führend in der Forschung auf diesem Gebiet und in der Anwendung spezialisierter modernster Technik und Verfahren. Dabei liegt uns eine auf jeden einzelnen Fall abgestimmte Betreuung unserer Patient*innen besonders am Herzen. Die Entscheidung, welche Behandlung durchgeführt werden soll, fällt nach ausführlichen Vorgespräch und -untersuchungen gemeinsam zwischen der Patient*in und dem Arzt.

Die Messe war sehr gut besucht. Laut Angaben von DIE ZEIT (Artikel vom 23. Februar) hatten sich 1450 Teilnehmer*innen angemeldet. Das Publikum suchte zum einen den Rat der Experten im persönlichen Austausch. Zum anderen waren die zahlreichen Seminare zu diversesten Themen der Reproduktionsmedizin sowie zu Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten ausgesprochen gefragt. Dr. med. univ. Sandra Haitzinger von unserer Klinik auf Mallorca hielt einen Vortrag zum Thema „Über die Wichtigkeit einer personalisierten Kinderwunschbehandlung und die genetische Kompatibilität zwischen Partnern“. Ihr Seminar stieß auf sehr großes Interesse. Die Besucher*innen hatten viele Fragen zur Entscheidung über die jeweilige Behandlung unter Berücksichtigung ihrer eigenen Geschichte, z.B. in Bezug auf vorherige IVF-Versuche oder auf ihr Alter, sowie zum Genetischen Kompatibilitätstest GKT 547, mit dem in den IVI-Kliniken bis zu 600 genetisch bedingte Krankheiten bei angehenden Eltern erkannt und der Übertragung auf das Kind vorgebeugt werden kann. So fasste es Frau Dr. Haitzinger in ihrem Vortrag zusammen: „Das was für uns zählt, ist ein gesundes Baby.“

Die Kinderwunsch Tage bildeten ein wichtiges Forum des Meinungsaustausches. Vielen Besucher*innen war es ein Bedürfnis, mit Experten, aber auch Gleichgesinnten und Menschen mit ähnlichen Problemen und Wünschen zu sprechen. Sie erleben in ihrem Umfeld oft wenig Verständnis oder befürchten, dass sie auf Unverständnis stoßen werden. Tabuthemen wie eine geringe Samenqualität des Mannes, der übermächtige, alles überstrahlende Kinderwunsch oder die Scham des ungewollt kinderlosen Paares wurden offen, zum Teil mit großer Emotionalität, besprochen. Neben den vielfältigen Optionen der künstlichen Befruchtung hatten auch Informationsstände zu Adoption, Pflegekindern und deutsche Beratungsstellen für Paare, die über Behandlungen im Ausland nachdenken, ihren Platz. Für die Besucher bot sich so eine exzellente Gelegenheit, sich über das Thema in seiner ganze Breite ein Bild zu machen.

Die Messe hat die Notwendigkeit aufgezeigt, die in Deutschland besteht, über alle Möglichkeiten zur Erfüllung des Kinderwunsches zu sprechen, auch in der Öffentlichkeit. IVI bedankt sich bei allen, die uns am Stand besucht haben und die dem Vortrag von Dr. Sandra Haitzinger gefolgt sind, für ihr Interesse, ihre Offenheit und ihr Vertrauen.

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

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