12 Dezember 2017

Fruchtbarkeitsbehandlung und Kinderwunsch: Gibt es eine Altersgrenze?

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Unter den zahlreichen Paaren, die unsere Kinderwunschkliniken aufsuchen, sind auch viele ältere, die sich noch den Wunsch nach einem Baby erfüllen möchten. Daher gilt die erste Frage, die unseren Medizinern gestellt wird, der Altersgrenze. Gibt es tatsächlich ein Zeitlimit für die assistierte Reproduktion? Fakt ist, dass der Kinderwunsch oft zu einem Zeitpunkt geäußert wird, an dem die Fruchtbarkeit bereits so weit gesunken ist, dass eine natürliche Schwangerschaft so gut wie ausgeschlossen ist. Daher ist der Gang in eine Kinderwunschklinik meist die einzige Option, um doch noch Eltern zu werden. Denn ab dem 35. Lebensjahr ist die Empfängnisfähigkeit von Frauen stark eingeschränkt und ab 45 ist eine natürliche Schwangerschaft äußerst ungewöhnlich. Aber auch der künstlichen Befruchtung sind Grenzen gesetzt. Generell gibt es zwar keine gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze. Trotzdem haben auch wir aus medizinischen und ethischen Gründen der Fruchtbarkeitsbehandlung eine Obergrenze gesetzt, da wir die Verantwortung für Mutter und Kind tragen.

 

Wir nehmen unsere Verantwortung ernst

 

Aus medizinischer Sicht liegt das ideale Alter für Frauen, Kinder auf natürlichem Wege zu bekommen, zwischen 25 und 30 Jahren. Dann ist die Fruchtbarkeit am höchsten. Da jedoch Beruf und Mutterschaft immer noch schwer vereinbar sind, wird der Kinderwunsch häufig verschoben. Allerdings steigt damit auch die Unfruchtbarkeit, sodass der Besuch in einer Kinderwunschklinik unumgänglich wird. Jedoch hat die Fruchtbarkeitsbehandlung auch ihre Grenzen. Daher haben unsere Experten für die künstliche Befruchtung ein Alterslimit von 50 Jahren festgesetzt. Danach ist von einer assistierten Reproduktion abzuraten, da eine erfolgreiche Befruchtung unwahrscheinlicher wird.

 

Assistierte Reproduktion bis zum Alter von 50 Jahren

 

Aber bis zum Alter von 50 Jahren gibt es für Paare eine ganze Reihe von erfolgversprechenden Fruchtbarkeitsbehandlungen. Die am häufigsten verwendete Methode in der Reproduktionsmedizin ist die In-vitro-Fertilisation (IVF). Durch tägliche Hormoninjektionen werden die Eierstöcke angeregt, mehr Eizellen zu produzieren, um mehr Embryonen zu gewinnen. Der Embryonentransfer erfolgt, sobald der Follikel die richtige Größe erreicht hat. Die übrigen Eizellen werden vitrifiziert, also tiefgefrorenen, um einen weiteren Kinderwunsch erfüllen zu können. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Frau keiner neuen hormonellen Stimulierung unterziehen muss. Diese Reproduktionstechnik kommt einer natürlichen Schwangerschaft am nächsten.

 

Es gibt jedoch Fälle, in denen die Spermien beim Mann keine ausreichende Qualität zeigen oder zu wenig Samenzellen vorhanden sind. Hier können wir in der IVI-Klinik mit der Intrazytoplasmatischen Injektion (ICSI) helfen. Hierbei werden aus den Samen die geeignetsten Spermien gewonnen und für die Befruchtung ausgesucht. Danach erfolgt eine direkte Injektion in die Eizellen, was die Befruchtung erleichtert. Ob IVF oder ICSI, in beiden Fällen wird anschließend der befruchtete Embryo in die Gebärmutter übertragen.

 

 

Auf verschiedenen Wegen zum ersehnten Baby

 

Es gibt jedoch noch weitere Gründe, die ICSI der klassischen IVF vorzuziehen. Unter anderem ist sie ratsam bei Frauen im fortgeschrittenen Alter, bei mehrmals fehlgeschlagener IVF oder bei ungeklärter Fruchtbarkeit. Unumgänglich wird dieses Verfahren bei der Verwendung vitrifizierter Eizellen, was also bei einem neuerlichen Kinderwunsch der Fall wäre. Oder wenn man bei den Embryonen eine Präimplantationsdiagnostik (PID) vornehmen muss. Mit der PID werden die Embryonen vor einem Transfer auf chromosomale und genetische Veränderungen untersucht. Damit kann die Geburt von Kindern mit einer Erbkrankheit verhindert werden. Eine der bekanntesten chromosomal bedingten Krankheiten, die gerade bei Müttern im fortgeschrittenen Alter gefürchtet ist, ist das Down-Syndrom. Dabei ist sie keineswegs die häufigste Erkrankung. Deutlich öfter werden die Huntington-Krankheit, eine Muskeldystrophie und ein Fragiles-X-Syndrom festgestellt. Eine weltweite Sensation gelang den Spezialisten unserer IVI-Gruppe 2006. Wir konnten einem Paar, bei dem beide Partner Träger einer Hämophagozytischen Lymphohistiozytose waren, zu einem gesunden Wunschkind verhelfen. Dieser autosomal rezessiv vererbte Immundefekt, der äußerst selten auftritt, wurde dank unseres spezifischen PID-Labors erkannt.

 

Genetische Sicherheit durch PID oder PGS

 

Neben der PID gibt es mit dem Genetischen Präimplantationsscreening (PGS) eine weitere Labortechnik bei IVI. Sie besteht aus einer Kombination aus IVF und PGS (IVF PLUS). Bei dem PGS handelt es sich um eine präventive Untersuchung, um die Risiken einer Fehlgeburt zu reduzieren und um die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Babys zu erhöhen. Den nach einer Befruchtung entstandenen Embryonen werden Gewebeproben entnommen und im Labor nach Form und Teilungsfähigkeit untersucht. Die Entwicklung der Embryonen wird dadurch nicht gefährdet. Das Screening erfolgt am 5. oder 6. Tag der Entwicklung, also im Blastozystenstadium. Bis eine Analyse vorliegt, werden die Embryonen kryokonserviert. Sobald die Ergebnisse ausgewertet sind, wird ein gesunder Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt. Weitere qualitativ hochwertige Embryonen werden vitrifiziert, falls eine weitere Schwangerschaft gewünscht ist.

 

Eizellspende in Spanien ohne Warteliste

 

Bis zum Alter von 50 Jahren ist auch eine Eizellspende für Frauen möglich, die sich erst spät für ein Baby entscheiden. Da in Deutschland diese Form der Reproduktion nicht erlaubt ist, empfiehlt sich eine Eizellspende in Spanien. Bei uns ist sie seit 1988 im Gesetz verankert. Die Spenderin muss allerdings strenge Voraussetzungen erfüllen, um Eizellen spenden zu dürfen. Ihr ideales Alter liegt zwischen 18 und 35 Jahren. Gemäß den Rechtsvorschriften muss eine normale genetische Vorgeschichte nachgewiesen werden und selbstverständlich wird die problemlose Funktionsfähigkeit der Fortpflanzungsorgane vorausgesetzt. Die Spenderin wird vor der Eizellspende in Spanien intensiv medizinisch und psychologisch untersucht.

 

Wie bei der IVF muss sich die Empfängerin einer hormonellen Stimulation unterziehen. Sobald eine geeignete Eizellspende gefunden ist, werden die Spermien am Tag der Befruchtung im Labor aufbereitet. Sie können aber auch kryokonserviert werden. Die Befruchtung geschieht entweder durch die IVF oder die ICSI. Nach fünf Tagen erfolgt der Embryonentransfer im Entwicklungsstadium der Blastozyste. Das Besondere einer Eizellspende bei IVI in Spanien ist die Tatsache, dass wir keine Warteliste haben. Außerdem verfügen wir über die größte Eizellbank der Welt. Das heißt, wir können eine Vielzahl von Phänotypen anbieten und erzielen so die höchstmögliche Übereinstimmung mit den werdenden Eltern.

 

IVI als Spitzenreiter in der Forschung

 

Die Altersgrenze von 50 Jahren wurde von unseren Experten nach reiflicher Überlegung gezogen. Diesbezüglich können wir in der IVI-Klinik auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen, sodass Sie sich bei uns rundum gut betreut und aufgehoben fühlen werden. Zumal wir strengen rechtlichen Bestimmungen unterliegen, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Penibel kontrolliert werden neben der Nutzung von Genmaterial auch die angewendeten Techniken, die medizinische und wissenschaftliche Standards erfüllen müssen. Datenschutz ist für uns ein sensibles Thema, dem wir genauestens Rechnung tragen. Auch Vertraulichkeit ist oberstes Gebot. Die Identität von Ei- oder Samenzellspendern wird auf keinen Fall preisgegeben. Streng verboten sind in Spanien Leihmutterschaft und das Klonen zu reproduktiven Zwecken.

 

Auf dem Gebiet der Forschung gehört die IVI-Klinik zu den Spitzenreitern. Aktuelles Forschungsprojekt ist die Verjüngung der Eierstöcke. Das würde vielen Frauen, die nicht mehr über ausreichende Eizellreserven verfügen, was meist bei einer späten Mutterschaft der Fall ist, ganz neue Möglichkeiten eröffnen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column]

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