12 Februar 2018

Mutter werden trotz Sterilisation

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Sie ist eine der folgenreichsten Entscheidungen, die eine Frau ohne Kinderwunsch im Laufe ihres Lebens trifft: die Tubenligatur, eine chirurgische Sterilisation. Dabei werden die Eileiter abgebunden, durchtrennt oder geklammert und anschließend versiegelt. Ab jetzt ist den Eizellen und Spermien der Weg zueinander versperrt. Die Eizelle bleibt im Eileiter und wird vom Körper absorbiert. Die Sterilisation gilt zwar als eine äußerst wirksame Form der Empfängnisverhütung, bedeutet aber gleichzeitig, dass eine Frau nicht mehr schwanger werden kann. Das mag für Frauen, die bereits mehrere Kinder haben, eine sinnvolle Maßnahme sein, da für sie die Familienplanung in der Regel abgeschlossen ist. Was aber ist mit jenen Frauen, die sich einer solchen Operation unterziehen, weil sie sich in einer bestimmten Lebensphase gegen Kinder entscheiden? Vielleicht, weil sie keinen Partner haben oder die berufliche Karriere erstrebenswerter erscheint als ein Familienleben mit Kindern.

 

Alternativen der modernen Medizin

 

Und dann ist sie plötzlich doch da, die neue Partnerschaft und mit ihr entsteht der Kinderwunsch. Grundsätzlich bietet die moderne Medizin zwei Alternativen, auch jetzt noch eine Schwangerschaft zu realisieren: eine Refertilisierung oder die In-vitro-Fertilisation (IVF). Eine Refertilisierung, also die Rückgängigmachung der Sterilisation, ist allerdings eine komplizierte Operation mit äußerst ungewissem Ausgang. Ob dieser Eingriff erfolgreich verläuft, hängt von vielen Faktoren ab, wie etwa von der Art der Sterilisation. Wurde beispielsweise das Ende der Eileiter entfernt, ist eine Refertilisierung nicht mehr möglich. Zudem sind die Risiken dieser aufwendigen Operation nicht zu unterschätzen. Es können sich Verwachsungen und Narben im Bauchraum bilden, die Gefahr von Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften steigt, oft tritt nach einer Refertilisierung eine vorzeitige Menopause ein. Mediziner berichten außerdem von häufig auftretenden psychosexuellen Problemen, Depressionen und Angstzuständen ihrer Patientinnen. Auch das Alter der Frau und die Fruchtbarkeit des Mannes spielen eine wesentliche Rolle.

 

Hilfe in unseren Kinderwunschzentren

 

Es sind daher nicht wenige Paare, die zu uns in die Kinderwunschkliniken kommen, in solch einer Situation und suchen Hilfe. Während eingehender Gespräche mit unseren Experten wird rasch deutlich, dass eine künstliche Befruchtung die letzte Chance ist, sich den Kinderwunsch trotz Sterilisation doch noch zu erfüllen. Die klassische In-vitro-Fertilisation ist eine Möglichkeit. Da der Zyklus der Frau nach einer Tubenligatur in der Regel nicht beeinflusst ist, kommt es auch zum Eisprung, sodass eine Eizelle entnommen werden kann. Die Vereinigung mit der Samenzelle des Partners erfolgt dann im Labor, um einen befruchteten Embryo zu erhalten. Dieser wird später in die Gebärmutter eingepflanzt. Falls der Samen des Mannes allerdings über keine ausreichende Qualität verfügt oder eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegt, kann das Ärzteteam in unseren Kinderwunschzentren auf Fremdsamen unserer Samenbank in Spanien zurückgreifen. Das Verfahren ist dabei identisch: Eizelle und Samen werden in vitro vereinigt, um einen befruchteten Embryo zu bekommen.

 

 

Hormonbehandlung für mehr Eizellen

 

Bevor die Embryoübertragung stattfindet, muss sich die Patientin einer Hormonbehandlung unterziehen, um eine größere Anzahl von Eizellen zu produzieren. Auf diese Weise werden auch mehr Embryonen gewonnen. Sobald Eizellen und Spermien vorhanden sind, wird mit der Befruchtung der Eizellen begonnen. Zuvor werden die Spermien, gleich ob eigener Samen oder Samenspende, im Labor aufbereitet. Bei der Befruchtung gibt es zwei Verfahrensmöglichkeiten: die konventionelle ist die In-vitro-Fertilisation im Labor – in bestimmten Fällen empfehlen wir jedoch die ICSI Technik, die Intrazytoplasmatische Injektion. Sie wird vor allem bei schlechter Spermienqualität durchgeführt. Sobald nach der Spermienprobe die beste Samenzelle unter einem Mikroskop mit 400-facher Vergrößerung ausgesucht wurde, wird sie mit einer Pipette direkt in die Eizelle injiziert. Diese Technik erleichtert die Befruchtung. Danach kommen die Eizellen zur Kultivierung in den Brutkasten. Die daraus gewonnenen Embryonen werden täglich auf ihre Form und Teilungsfähigkeit untersucht. Dieser Vorgang dauert fünf bis sechs Tage, dann hat der Embryo das Blastozystenstadium erreicht. Nun wird ein Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt. Nach rund zwei Wochen erfolgt der erste Schwangerschaftstest. Die verbliebenen Embryonen werden zur Verwendung für einen weiteren Transfer vitrifiziert, falls der erste nicht geklappt hat. Oder für den Fall, dass sich das Paar noch ein zweites Kind wünscht.

 

Eizellspende statt in vitro

 

In manchen Fällen müssen wir jedoch von einer In-vitro-Fertilisation absehen und stattdessen zu einer Eizellspende raten. Beispielsweise, wenn unsere Patientin nach einer Tubenligatur vorzeitig in die Menopause kommt. Auch bei fortgeschrittenem Alter, was nach einer Sterilisation nicht ungewöhnlich ist, hat eine Eizellspende deutlich mehr Aussicht auf Erfolg. Anders als in Deutschland ist die Eizellspende in Spanien seit 1988 gesetzlich verankert, unterliegt jedoch strengen Vorschriften. Die Spenderinnen, im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, müssen physisch und psychisch gesund sein, was durch eingehende medizinische Untersuchungen und intensive Gespräche festgestellt wird. Spenderin und Empfängerin bleiben anonym. Da unsere Kinderwunschkliniken über die größte Eizellbank der Welt verfügen, mit einer großen Auswahl an Phänotypen, gibt es keine Wartezeiten. Ihre Behandlung kann also sofort beginnen.

 

Unkomplizierter Embryotransfer

 

Auch die Empfängerin der Eizellspende muss sich zu Beginn einer hormonellen Behandlung unterziehen, um die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des transferierten Embryos vorzubereiten. Außerdem muss der Zyklus von Spenderin und Empfängerin aufeinander abgestimmt werden. Sobald eine geeignete Spenderin gefunden ist, wird der Tag der Eizellspende festgelegt. Meist erfolgt am selben Tag auch die Samengewinnung. Die Spermien werden im Labor aufbereitet, um die besten Samenzellen herauszufiltern. Für die Ei- und Samenzellenvereinigung stehen wie bei der klassischen IVF auch hier wieder zwei Techniken zur Verfügung: in vitro oder ICSI. Der Embryotransfer erfolgt ebenfalls am fünften Tag im Blastozystenstadium. Generell handelt es sich um einen unkomplizierten Eingriff in unserem Kinderwunschzentrum, der weder eine Ruhephase noch besondere Nachsorge erfordert. Die Patientin kann am selben Tag die Heimreise antreten. Lediglich übermäßigen Sport oder schweres Heben sollten vermieden werden. Knapp zwei Wochen nach der Embryoübertragung wird der erste Schwangerschaftstest durchgeführt, vorzugsweise per Blutanalyse, da diese die besten Ergebnisse hervorbringt.

 

Eizellspende in Kombination mit Samenspende

 

In bestimmten Fällen wird die Eizellspende mit einer Samenspende kombiniert. Diese wird nötig, falls Männer keine Spermien haben. Auch wenn beim Partner eine Erbkrankheit nachgewiesen wurde, die aber nicht mittels genetischer Präimplantationsdiagnostik (PID) an den Embryonen untersucht werden kann, muss auf eine Samenspende zurückgegriffen werden. Im Falle chromosomaler Anomalien der Samenzellen oder wenn die Gefahr besteht, dass Geschlechtskrankheiten übertragen werden, ist ebenfalls Fremdsamen erforderlich. Falls eine Patientin nach der Sterilisation Probleme mit dem Eisprung hat, kann auch eine künstliche Insemination durchgeführt werden. Und zwar sowohl mit dem Samen des Partners als auch mit einer Samenspende unserer Samenbank in Spanien.

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2 Kommentare

  • Mia says:

    Danke für die guten Tipps zu IVF. Bekannte haben auch den Kinderwunsch trotz einer Sterilisation noch einmal in einer 2. Ehe erleben dürfen. Dass ist ein Beispiel, dass man sich die Sterilisation sehr gut überlegen oder entsprechend Vorsorgen sollte.

    • Blog.DE says:

      Natürlich muss man sich so eine Entscheidung lang überlegen lassen. Zum Glück kann aber die Reproduktionsmedizin eine Lösung anbieten für die, die nach einigen Jhren Ihre Meinung ändern.

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