9 Juni 2017

Kinderwunsch alleinstehender Frauen

IVI

Single Mothers by Choice

Das Thema Solo-Mutterschaft gewinnt nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern immer weiter an Bedeutung. Gemäß einer Studie von IVI in Zusammenarbeit mit der Universität von Sevilla, hat sich die Zahl der Frauen, die sich ihren Kinderwunsch mit Spendersamen erfüllen wollen, in den letzten fünf Jahren verdreifacht. In Deutschland ist es schwierig, als Singlefrau eine Kinderwunschbehandlung zu erhalten, aber auch, sich um eine Adoption oder ein Pflegekind zu bemühen.

Die Studie aus Spanien zeigt deutlich, dass die Frauen, die nicht länger auf die richtige Beziehung warten und für ihren Traum von einem Kind kämpfen wollen, seelisch ausgeglichen und selbstbewusst sind. Sie beweisen Durchhaltevermögen, Mut und besitzen hohe emotionale Ressourcen. Und diese positive Einstellung zur Elternschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung.

 

Eine Planung hin zur Familie mit Kindern wird in der klassischen Partnerkonstellation Frau – Mann gesellschaftlich als der natürliche Weg dieser Beziehung angesehen, ja es wird  geradezu erwartet. Viele Paare sehen sich einem hohen Druck ausgesetzt, wenn es um das Kinderkriegen geht. Mögliche Unfruchtbarkeit oder gewollte Kinderlosigkeit passen da nicht ins Bild. Alleinerziehende Frauen mit Kinderwunsch werden hingegen oft mit dem Vorwurf egoistisch zu sein konfrontiert. Einer Frau sollte jedoch nicht aufgrund ihres Status als Alleinlebende der Kinderwunsch per se abgesprochen werden. In Zeiten hoher Scheidungsraten, aber auch vielfältigster Familienformen erscheint das Argument, dass Kinder einer Mutter und eines Vaters bedürfen, als nicht mehr den gesellschaftlichen Bedingungen angemessen.

 

Die Last der Erziehung eines Kindes auf die Schultern zweier Personen verteilen zu können, macht viele Dinge leichter. Es steht außer Frage: Ein Kind alleine aufziehen zu wollen, ist eine riesige Aufgabe. Ein höherer finanzieller Druck, weniger Zeit und Aufmerksamkeit sind die Probleme, von denen Ein-Eltern-Haushalte womöglich stärker belastet sind. Doch bietet eben auch das traditionelle Familienmodell keine Garantie für einen dauerhaften Idealzustand, die Sorgen sind häufig die gleichen. Alleinerziehende Eltern bedürfen eines gut funktionierenden Netzwerks aus Familie, Freunden sowie persönlichen und professionellen Unterstützern.

Das Wichtigste ist, dass ein Kind in einem wohlbehüteten Umfeld bei Menschen aufwächst, die es lieben, seien es nun Mama und Papa, Mama oder Papa allein, Mama und Mama, Papa und Papa oder die Patchworkfamilie mit Halbgeschwistern und Stiefeltern.

 

Die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin

IVI fragt seine Patientinnen weder nach ihrem Zivilstatus noch nach ihren sexuellen Vorlieben. Bei der Samenspende werden die männlichen Keimzellen auf genetische Krankheiten untersucht und es werden alle medizinisch relevanten Informationen des Spenders zusammengestellt, um dem Risiko einer Übertragung auf die Nachkommenschaft vorzubeugen. Als Spender kommen nur Männer über 18 Jahre mit guter körperlicher und geistiger Gesundheit in Frage. Für die Empfängerin einer Samenspende bleibt die Identität des Spenders in Spanien zwar unbekannt, jedoch wird ein Matching vorgenommen, um einen Spender mit phänotypischen Merkmalen, die der Empfängerin möglichst ähnlich sind, auszuwählen.

 

Eine Kinderwunschbehandlung kann auch bei alleinstehenden Frauen weitere reproduktionsmedizinische Methoden notwendig machen. Wenn der Kinderwunsch aus Gründen, die über die Partnersuche hinausgehen, in die Zukunft gerückt werden muss, ist als erster Schritt die Vitrifikation von Eizellen (Ultraschnelles Einfrieren) eine gute Option, denn spätestens mit 35 Jahren sinkt die Eizellreserve deutlich. Für Frauen, die nicht auf eigene Eizellen zurückgreifen können, bietet die Eizellspende die Möglichkeit zur Schwangerschaft. In beiden Fällen werden die Eizellen in vitro, z.B. per ICSI-Technik, mit den auserwählten Spendersamen befruchtet und im Brutkasten drei oder fünf Tage kultiviert, bevor sie in die Gebärmutter der Kinderwunschpatientin eingesetzt werden. Die IVI-Kliniken bevorzugen eine Kultivierung von fünf Tagen, dann hat die befruchtete Eizelle das Blastozystenstadium erreicht und sich bereits als stark erwiesen.

 

IVI begleitet seine Patientinnen bei ihrer Entscheidung für ein Kind, ganz egal, ob sie die Behandlung allein oder als Paar antreten, und unterstützt sie mit unserem erfahrenen Team aus Ärzt*innen, Psycholog*innen und Betreuer*innen ganz nach ihren jeweiligen individuellen Bedürfnissen.

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

2 Kommentare

  • Jenny B. says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich bin Jenny Bredlow und 28 JAhre alt. Mein Partner und ich möchten gerne ein Kind. Er ist jedoch ein Transmann (von Frau zu Mann) und somit nciht zeugungsfähig. Können Sie uns helfen hier in Deutschland unser Kinderwunsch zu erfüllen?
    Herzliche Grüße
    Jenny B

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