27 Januar 2020

Verringert Stress die Chancen auf eine Schwangerschaft?

Vom Redaktionsausschuss im IVI Blog

Der Alltag ist nicht immer einfach zu meistern und oftmals fühlt man sich im privaten oder beruflichen Leben überfordert. Bei Paaren, die versuchen, schwanger zu werden, kann sich Stress auch auf die Empfängnis auswirken. Inwiefern werden die Chancen einer Schwangerschaft von Stress beeinflusst? In diesem Beitrag erfahren Sie nicht nur, ob es einen Zusammenhang zwischen Stress und unerfülltem Kinderwunsch gibt, sondern auch wie man mithilfe von Entspannungstechniken selbst stressige Situationen bewältigen kann. Sollten bei Ihnen andere Ursachen einer Schwangerschaft im Wege stehen, helfen Ihnen unsere IVI-Spezialisten und modernste Kinderwunschbehandlungen, eine Familie zu gründen.

Sinken die Chancen einer Schwangerschaft durch Stress?

Weibliche Fruchtbarkeitsstörungen können diverse Ursachen haben und lassen sich oftmals auf mehrere Faktoren zurückführen. Außerdem durchläuft die Fruchtbarkeit einer Frau im Laufe des Lebens immer wieder neue Phasen und wird neben der Gesundheit auch vom Alltag beeinflusst. Ebenso wie bei übermäßiger körperlicher oder psychischer Belastung kann der weibliche Körper auch bei erhöhtem Stress eine Schwangerschaft verhindern. Eine US-Studie besagt, dass ein erhöhter Wert des Stressproteins Alpha-Amylase die Aussichten auf eine Schwangerschaft um rund 30 Prozent minimiert. Hinzukommt, dass eine ausbleibende Schwangerschaft selbst zu noch mehr Stress führen kann. Antidepressiva, die Patientinnen gegen psychische Krankheiten einnehmen, reduzieren ebenfalls die Chancen einer Schwangerschaft.

Wie wirkt sich Stress auf den Körper aus?

Frauen sind generell schneller von Reizüberflutungen, Konflikten, Zeitdruck oder Schicksalsschlägen gestresst als Männer. Dabei beeinflussen sowohl positiver Stress (Eustress) als auch negativer Stress (Disstress) den Stoffwechsel des Körpers. Auf Dauer kann eine erhöhte Konzentration an Stresshormonen jedoch nicht nur die Schilddrüse, sondern auch die Geschlechtsorgane schwächen. Unter anderen kommt es zu Problemen mit den Geschlechtsdrüsen und Wachstumsprozesse werden unterbrochen. Dies hat wiederum negative Auswirkungen auf eine gewünschte Schwangerschaft. Weitere Auswirkungen von Stress sind Kopf- oder Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Schlaf- und Essstörungen. Intensiver Stress kann mitunter auch zu Herz- und Kreislauferkrankungen, Nierenproblemen, Allergien, Stoffwechselstörungen und diversen Entzündungskrankheiten führen.

Tipps: Wie kann ich Stress reduzieren?

Einen freien Kopf zu bekommen, ist oftmals leichter gesagt als getan. Ganz gleich, ob Beziehungsprobleme, Arbeitsbedingungen oder ein unerfüllter Kinderwunsch der Stressfaktor sind – Sie sollten Entspannungstechniken ausprobieren, um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen. Unter anderem können Sie es mit Yoga probieren – entweder ganz nach Ihrem persönlichen Tempo zu Hause oder mit anderen Teilnehmern im Rahmen eines Yogakurses. Atemübungen wie die tiefe Bauchatmung helfen, stressige Situationen zu meistern. Zusätzlich können Sie auch positive Mantras aufsagen. Es existieren diverse Meditationsangebote, die gestressten Personen dabei helfen, die Grundlagen dieser Entspannungstechnik zu erlernen. Vielleicht hilft Ihnen auch eine Gedankenreise, bei welcher man sich an seinen persönlichen Lieblingsort träumt. Wenn Übungen zur Stressminderung nicht ausreichen, sollten Patientinnen nicht zögern und sich von einem Arzt beraten lassen.

Welche anderen Faktoren können eine natürliche Empfängnis verhindern?

Nicht immer lässt sich schnell herausfinden, welche Ursachen ein unerfüllter Kinderwunsch hat. Es können Fertilitätsprobleme bei einem oder beiden Partnern vorliegen. Einige Risikofaktoren wie Stress haben Sie selbst in der Hand, denn ein gesunder, ausgewogener Lebensstil ist die beste Voraussetzung, um seine Fruchtbarkeit zu optimieren. Hier sind die häufigsten Risikofaktoren für die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen:

  • Rauchen und Alkohol
  • Ungesunde Ernährung
  • Unter- oder Übergewicht
  • Schadstoffe
  • Medikamente
  • Starke körperliche Belastung
  • Allgemeinerkrankungen wie Endometriose

Wie kann ich die Chancen einer Schwangerschaft erhöhen?

Zunächst kommt es bei einer Schwangerschaft auf natürlichem Wege auf das richtige Timing der Befruchtung an. Eine weibliche Eizelle ist bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig und männliche Samenzellen können bis zu fünf Tage im Eileiter der Frau überleben. Experten raten daher dazu, an den Tagen vor und am Tag des Eisprungs Sex zu haben, um die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung zu optimieren. Eine gesunde Ernährung ist ebenfalls empfehlenswert. Frauen sollten auf fruchtbarkeitsfördernde Lebensmittel zurückgreifen, die folgende Nährstoffe enthalten: Vitamin E, Folsäure, Jod und Eisen. Ausreichend Schlaf und moderater Sport sind ebenfalls wichtig für einen ausgewogenen Lebensstil. Letztendlich spielt auch das Körpergewicht eine entscheidende Rolle, denn sowohl Über- als auch Untergewicht können eine Schwangerschaft verhindern.

Ab wann sollte man mit einem unerfüllten Kinderwunsch zum Arzt?

Generell empfehlen Ärzte, mindestens einmal im Jahr zur Vorsorge einen Gynäkologen aufzusuchen. Aus medizinischer Sicht ist es ganz normal für Frauen zwischen 28 und 32 Jahren, bis zu einem Jahr auf ein positives Schwangerschaftstestergebnis zu warten. Ältere Frauen sollten hingegen bereits nach einem halben Jahr ihre Fruchtbarkeit testen lassen, wenn sie trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger werden. Wartezeiten gehören zum Schwangerwerden dazu. So haben 20- bis 30-jährige Frauen im Schnitt eine Schwangerschaftschance von 30 Prozent pro Zyklus. Da Fruchtbarkeitsprobleme oder eine Sterilität sowohl bei Frauen als auch Männern vorliegen können, ist es ratsam, dass sich beide Partner auf eventuelle Störungen untersuchen lassen. Doch selbst bei Problemen mit der Fruchtbarkeit muss dies nicht das Ende Ihres Kinderwunsches sein. Weitere Informationen erhalten Sie im nächsten Abschnitt.

Kinderwunsch bei Fertilitätsproblemen

Liegen bei der Frau, dem Mann oder bei beiden Partnern Fruchtbarkeitsprobleme vor, helfen Ihnen die Spezialisten in unseren europaweiten IVI-Kliniken, die Chancen einer Schwangerschaft zu optimieren. Nach einem ersten Beratungsgespräch und eventuellen Tests präsentieren Ihnen unsere Spezialisten die für Sie erfolgversprechendste Behandlungsmethode. Zu den gängigen medizinisch assistierten Reproduktionsmethoden gehören zum Beispiel die In-vitro-Fertilisation (IVF), bei welcher die Befruchtung im Reagenzglas stattfindet, oder die intrazytoplasmatische Spermien-Mikroinjektion (ICSI), bei welcher die Samenprobe direkt in die entnommene Eizelle der Frau injiziert wird. Auch, wenn der männliche Partner unfruchtbar ist oder die Frau selbst keine Eizellen (mit ausreichender Qualität) produzieren kann, können Patientinnen dank einer Samen- oder Eizellspende im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung schwanger werden.

Wenn Sie sich häufig gestresst fühlen, sind Sie damit keinesfalls allein. Gleiches gilt für das Warten auf ein positives Schwangerschaftstestergebnis. Stress kann die Chancen einer Schwangerschaft minimieren, jedoch müssen Sie Ihren Kinderwunsch bei psychischer Belastung keinesfalls für immer aufgeben. Sie werden trotz Entspannungstechniken und einem ausgewogenen, gesunden Lebensstil auf natürlichem Wege nicht schwanger? Dann sollten Sie einen Termin mit unseren IVI-Spezialisten vereinbaren. IVI ist Marktführer im Bereich der medizinisch assistierten Reproduktion. Bei uns werden 90 Prozent aller Patientinnen nach einer Kinderwunschbehandlung schwanger. Schon bald könnten auch Sie sich Ihren Traum einer kinderreichen Familie erfüllen.

Fordern sie unverbindlich weitere informationen an:

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