19 November 2018

So unterstützen Sie Ihren männlichen Partner während einer Fruchtbarkeitsbehandlung

Wenn es mit der Schwangerschaft nicht auf Anhieb klappt, tauchen schnell die ersten Fragen und Zweifel auf: Liegt vielleicht ein Problem mit der Fruchtbarkeit vor? Können wir überhaupt Kinder auf natürlichem Wege bekommen? Zunächst sollten Sie tief durchatmen und sich klarmachen, dass selbst Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen dank Experten wie den Spezialisten in den IVI-Kliniken Kinder bekommen können. Sollte eine erfolgreiche Befruchtung nicht gelingen, weil Ihr männlicher Partner von Fruchtbarkeitsproblemen betroffen ist, sollten Sie erst einmal eine entsprechende Diagnose abwarten. Schon während dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie Ihrem Liebsten vollste Unterstützung signalisieren. Während einer Fruchtbarkeitsbehandlung ist es wichtig, für Ihren Partner da zu sein. Von den ersten Tests bis zur letztendlichen Behandlung – wir erklären Ihnen, welche möglichen Phasen Sie zu zweit meistern werden. Zudem liefern wir Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren Mann oder Freund während einer Fruchtbarkeitsbehandlung am besten unterstützen.

 

Ursache von Fruchtbarkeitsproblemen identifizieren

Es ist ausschlaggebend, dass Sie wissen, welche Fruchtbarkeitsstörung bei Ihrem Partner vorliegt, denn nur so können Sie ihn richtig unterstützen. Wird ein Fruchtbarkeitsproblem beim Mann vermutet, stehen in einem ersten Schritt eine Reihe von Untersuchungen an. Indem Sie wissen, welche Tests Ihrem Partner bevorstehen, können Sie ihn bestmöglich unterstützen und sich gemeinsam auf die Situation vorbereiten. Im Folgenden haben wir für Sie gängige Untersuchungen aufgelistet:

 

  • Analyse der Samen: Eine Samenprobe wird im Labor hinsichtlich Anzahl der Spermien pro Milliliter, Gesamtanzahl, Form, Beweglichkeit und pH-Wert untersucht. Die Ergebnisse werden in einem Spermiogramm zusammengefasst.
  • Hormontest: Eine geringe Anzahl an befruchtungsfähigen Spermien könnte ein Hinweis auf ein Hormonproblem sein. Bei diesem Test werden Bildung sowie Ausschüttung von dem follikelstimulierenden Hormon, Testosteron, dem luteinisierenden Hormon und Inhibin B untersucht.
  • Skrotaler Ultraschall: Hierbei werden Hoden und Nebenhoden mit Ultraschall auf ihr Volumen getestet. Diese Untersuchung wird unter anderem bei Verdacht auf Tumore oder Krampfadern verschrieben.
  • Genetischer Test: Ein Bluttest gibt Aufschluss, ob eine genetische Abweichung Grund für eine geringe Spermienanzahl ist.
  • Transrektale Prostatasonografie: Diese Prostata-Krebsvorsorge-Untersuchung deckt mithilfe von Ultraschallwellen krankhafte Veränderungen auf.
  • Bei einer medizinischen Untersuchung wird stets auch der allgemeine gesundheitliche Zustand eines Mannes unter die Lupe genommen.

 

Vor und während Fruchtbarkeitsuntersuchungen gilt es vor allem, Ihrem Mann oder Freund Mut zuzusprechen. Schließlich ist noch nicht geklärt, woran Ihr Kinderwunsch bislang gescheitert ist. Es ist ratsam, optimistisch zu bleiben und sich dennoch auf eine mögliche schlechte Nachricht einzustellen. Tun Sie sich als Paar etwas Gutes, organisieren Sie einen romantischen Abend zu zweit, einen Nachmittag im Fußballstadion oder ein entspanntes Wochenende am Meer.

 

Fruchtbarkeitsprobleme beim Mann – diverse Ursachen

Männliche Unfruchtbarkeit beziehungsweise eine eingeschränkte Fertilität beim Mann ist bei rund  der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Paare die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Bei Ihrem Partner könnte eine der folgenden aufgelisteten Ursachen für ein Fruchtbarkeitsproblem diagnostiziert werden.

 

  • Gestörte Samenzellbildung: Samen mit geringer Qualität oder in nicht ausreichender Quantität sind die häufigste Fruchtbarkeitsstörung bei Männern. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt als gesunden Richtwert mindestens 39 Millionen Spermien im Ejakulat an. Davon sollten rund vier Prozent der Spermien normal geformt und 32 Prozent ausreichend beweglich sein. Ein Hodenhochstand, Schädigungen des Hodengewebes oder eine Hodenverdrehung können eine Ursache für eine Störung der Samenzellbildung sein.
  • Komplikationen beim Spermientransport: Auch wenn die Qualität der Spermien stimmt, können teilweise oder vollständig verschlossene Samenwege einer Befruchtung im Wege stehen. Nicht selten liegt in diesem Fall eine Störung der Nebenhodenfunktion, eine Vernarbung der Samenleiter oder eine durchgeführte Vasektomie vor.
  • Immunologische Sterilität: Bei einer Autoimmunreaktion bekämpft das Immunsystem eines Mannes die eigenen Samenzellen mit Antikörpern. Auf diese Weise werden Qualität und Beweglichkeit der Spermien maßgeblich beeinflusst.
  • Störung des Harnblasenverschlusses: Prostataoperationen, Diabetes mellitus oder Nervenschädigungen können die Ursache für einen unzureichenden Harnblasenverschluss sein. Da der muskuläre Verschluss zwischen Blase und Prostata nicht einwandfrei funktioniert, kommt es zu einer retrograden Ejakulation, bei der die Spermien in die Blase übertragen und über den Urin ausgeschieden werden.
  • Trotz umfangreicher Tests kann die Ursache für eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit beim Mann nicht immer gefunden werden, weil viele hormonelle sowie enzymatische Vorgänge im Körper miteinander verbunden sind. Zudem sind die Auswirkungen von Umwelteinflüssen wie Schwermetallen auf den menschlichen Körper noch nicht ausreichend erforscht. Eine künstliche Befruchtung, wie in den IVI-Kliniken durchgeführt, kann Paaren oftmals auch dann weiterhelfen, wenn das Untersuchungsergebnis keinen Hinweis auf eine Ursache gibt.

Die meisten Fruchtbarkeitsprobleme lassen sich mit einem Eingriff behandeln. Unterstützen Sie Ihren Partner und informieren Sie sich über mögliche Fruchtbarkeitsbehandlungen, welche Ihrem Partner die besten Erfolgschancen versprechen. Machen Sie sich und Ihrem Partner außerdem bewusst, dass eine Fruchtbarkeitsstörung keinesfalls eine Infertilität ist.

 

Fruchtbarkeitsbehandlungen beim Mann

Nach ausführlichen Tests sind Spezialisten in der Lage, die Ursachen für Probleme mit der Fruchtbarkeit zu identifizieren. Meist kann der Grund einer Fruchtbarkeitsstörung auf eine Entwicklungsstörung im früheren Alter oder eine Infektion der Samenwege oder der Hoden zurückgeführt werden. Um die Fruchtbarkeit beim Mann zu verbessern, existieren verschiedene Behandlungsmethoden. Bei Fällen wie einer überschießenden Produktion von Hormonen oder einer gestörten hormonellen Steuerung der Hodenfunktion verbessert eine Hormonbehandlung die männliche Fruchtbarkeit. In anderen Fällen, wie beispielsweise bei verschlossenen Samenwegen, ist ein operativer Eingriff notwendig. Begleiten Sie Ihren Mann zum Andrologen und lassen Sie sich umfassend über die für Ihren Mann empfohlene Fruchtbarkeitsbehandlung beraten.

 

Guter Rat: mit Techniken der künstlichen Befruchtung zum Kinderwunsch

Obwohl es ein großes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten gibt, um Fruchtbarkeitsprobleme beim Mann zu minimieren, kann die Fruchtbarkeit nicht in jedem Fall verbessert werden. Sollten Sie sich als Paar in einer solchen Situation befinden, ist es wichtig, sich klarzumachen, dass dank der heutigen Medizin mehrere Formen der künstlichen Befruchtung existieren. Sie können sich also auch dann Ihren Kinderwunsch erfüllen, wenn eine Fruchtbarkeitsbehandlung fehlschlägt oder keine Chancen auf eine Optimierung verspricht. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Liebsten und zeigen Sie ihm auf, dass es selbst bei eingeschränkter Fruchtbarkeit oder Infertilität Optionen gibt, ein Kind zu zeugen.

 

Wenn Ihr Partner zu wenige oder nicht ausreichend bewegliche Spermien produziert, können Sie dank einer Insemination schwanger werden. Bei dieser Methode wird der Weg der Samenzellen in die Eizelle verkürzt, indem die Spermien direkt in die Gebärmutter injiziert werden. Somit erreichen die Samenzellen ihr Ziel in größeren Mengen und schneller, was wiederum die Chancen auf eine erfolgreiche Befruchtung maximiert.

 

Eine weitere beliebte Technik der künstlichen Befruchtung ist die In-vitro-Fertilisation (IVF), bei welcher Ei- und Samenzelle im Labor vereinigt werden und der Embryo anschließend in die Gebärmutter übertragen wird. Diese Art von künstlicher Befruchtung kann ebenfalls mit einer intrazytoplasmatische Injektion (ICSI) durchgeführt werden. Diese Technik bietet sich für Paare an, bei denen der Mann über ein schlechtes Spermiogramm verfügt. ICSI kann unter anderem bei Azoospermie, Oligozoospermie, Asthenozoospermie, Teratozoospermie oder nach einer Vasektomie zum Kinderwunsch führen. Indem Sie Ihrem Partner die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Schwangerschaft trotz gestörter Fruchtbarkeit oder männlicher Unfruchtbarkeit aufzeigen, nehmen Sie ihm die Last sowie den Druck, schuld an Ihrem unerfüllten Kinderwunsch zu sein.

 

So unterstützen Sie Ihren männlichen Partner richtig

Wir haben einige Ideen für Sie gesammelt, wie Sie Ihrem Partner Mut zusprechen und ihn aufmuntern können. Statt sich von Sorgen und Fragen hinsichtlich der Fruchtbarkeit quälen zu lassen, sollten Sie gemeinsam nach vorne blicken und sich auf eine Zukunft als Familie freuen.

 

  • Eine ganz wichtige Regel des Unterstützens ist es, stets geduldig zu bleiben. Seien Sie rund um die Uhr für Ihren Partner da, auch wenn dieser abweisend ist und sich zurückzieht. Forderndes Verhalten sollte möglichst vermieden werden, insbesondere, wenn sich Ihr Partner mehr Zeit für sich selbst wünscht. Sobald Gesprächsbedarf besteht und er bereit für eine Unterhaltung ist, wird er Ihnen für Ihre Geduld dankbar sein.
  • Nehmen Sie Ihrem Partner die Schuldgefühle: Sprechen Sie mit Ihrem Liebsten offen über Ihre Situation. Signalisieren Sie ihm, dass er keine Schuld an Ihrem unerfüllten Kinderwunsch trägt. Gehen Sie buchstäblich mit ihm durch dick und dünn.
  • Kleine Überraschungen sorgen für große Aufmunterung: Bereiten Sie sein Lieblingsessen zu oder organisieren Sie einen gemütlichen Filmabend mit seinen Lieblingsstreifen. Um einen freien Kopf zu bekommen, ist auch ein Ausflug am Wochenende eine fabelhafte Idee. Dank des Tapetenwechsels kommt man auf andere Gedanken und fixiert sich nicht jede Minute aufs Fruchtbarkeitsproblem.
  • Begleiten Sie Ihren Partner zur Fruchtbarkeitsbehandlung. Es ist deutlich einfacher, Tests und Untersuchungen über sich ergehen zu lassen, wenn man nicht allein ist. Für eventuelle Wartezeiten beim Arzt können Sie ein Buch oder Magazin für Ihren Liebsten kaufen. Sollten Sie es aus beruflichen Gründen nicht schaffen, mit in die Klinik zu kommen, sollten Sie Ihren Partner anrufen oder ihm eine aufmunternde Mitteilung schicken.
  • Ein weiterer hilfreicher Tipp ist es, die Verhaltensweise Ihres Partners nicht persönlich zu nehmen. Behalten Sie während der Fruchtbarkeitsbehandlung einen kühlen Kopf und rufen Sie sich in Erinnerung, dass Sie in einer glücklichen, gefestigten Beziehung sind. Lassen Sie schnippische Bemerkungen an sich abprallen und seien Sie weiterhin jederzeit für Ihren Partner da.

IVI ist ein Spezialist hinsichtlich diverser Fruchtbarkeitsbehandlungen. In den Händen unserer Experten ist Ihr Partner bestens aufgehoben und das kompetente Personal tut alles dafür, dass er diese Zeit möglichst stressfrei übersteht. Sollte für Sie eine medizinisch unterstützte Reproduktion in Frage kommen, können Sie diese ebenfalls in einer der IVI-Kliniken durchführen lassen. Verschaffen Sie sich schnellstmöglich Klarheit über die Reproduktionsfähigkeit Ihres Partners und lassen Sie seine Fruchtbarkeit umfangreich untersuchen. Dies ist der erste Schritt, um sich Ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit unseren Spezialisten und lassen Sie sich fachkundig beraten.

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