18 April 2018

IVI-RMA Global auf Erfolgskurs

Transatlantische Kooperation zwischen IVI und RMANJ ebnet den Weg für die weltweit größte Gruppe für Reproduktionsmedizin

Der Schritt über den Atlantik ist vollbracht. Mit dem Zusammenschluss der spanischen Klinikgruppe IVI (Instituto Valenciano de Infertilidad/Valencianisches Fertilitätsinstitut) und der RMANJ (Reproductive Medicine Associates of New Jersey) ist der Schulterschluss gelungen. Durch die Fusion dieser beiden Fertilitätsinstitute entsteht die weltweit größte Gruppe für die assistierte Reproduktion. Dieses neue Unternehmen firmiert unter dem Namen IVI-RMA Global. Ziel ist nicht nur eine weitere Ausbreitung, sondern auch die gemeinsame Forschung im Bereich der Reproduktionsmedizin. Die beiden Vorsitzenden und Gründer der spanischen IVI-Gruppe, Prof. José Remohí und Prof.  Antonio Pellicer und die Vorsitzenden von RMANJ, A. Bergh, Richard T. Scott und Michael R. Drews, gaben bei einer Pressekonferenz im Februar 2017 die Allianz bekannt. Damit ist die IVI-Gruppe nach dem Zusammenschluss mit RMANJ seit Anfang 2017 das weltweit größte Unternehmen mit mehr als 70 Kliniken in 13 Ländern.

 

Der perfekte Partner für IVI

Es war immer schon ein Wunsch von IVI, in die USA zu expandieren, und Prof. Remohí zeigte sich hoch erfreut darüber, dass mit RMANJ der perfekte Partner gefunden wurde. RMANJ gehört in den USA zu den Marktführern in der assistierten Reproduktionsmedizin. Das gilt sowohl für die Qualität als auch für die Erfolgsrate. Daher war die Zusammenarbeit mit der spanischen IVI-Gruppe nur eine Frage der Zeit. Rund ein Jahr haben die intensiven Gespräche gedauert, bis der Vertrag in Form gegossen war und IVI-RMA Global aus der Taufe gehoben werden konnte.

 

Medizinisch und unternehmerisch dieselben Werte

Für Prof. Pellicer, der sich in seinem Bestreben, in den USA Fuß zu fassen, nie abbringen ließ, ging damit ein Traum in Erfüllung. „Dr. Scott und ich kennen uns seit vielen Jahren, respektieren uns und bewundern gegenseitig unsere Arbeit. Dass wir diesen Schritt in den USA mit RMANJ gehen, ist folgerichtig, denn wir vertreten dieselben Werte. Und zwar sowohl in medizinisch-wissenschaftlicher Richtung, als auch auf unternehmerischer Ebene“, betonte Prof. Pellicer. Das neue Unternehmen IVI-RMA Global erwartet einen Jahresumsatz von 300 Millionen Euro. Mit rund 70 % des Kapitals halten die Aktionäre von IVI die Mehrheit an der neuen Gruppe, 30 % sind im Besitz von RMANJ.

 

Großes Angebot, große Erfolge

Mit Beginn des vergangenen Jahres hat damit die spanische IVI-Gruppe nicht nur eines des größten Angebote für assistierte Reproduktion in den USA, sondern auch eines der erfolgreichsten. Das belegen die jährlichen Zahlen der Society for Assisted Reproductive Technology (SART), die kürzlich veröffentlich wurden. Danach liegen die Erfolgsquoten 20 % über dem nationalen Durchschnitt. Ein Erfolg, der dieser Neueröffnung zu verdanken ist. Davon sind die beiden erfahrenen Reproduktionsmediziner Prof. Remohí und Prof. Pellicer überzeugt.

 

Eine neue Klinik in Orlando

Die neue Klinik liegt im Bundesstaat Florida, in Lake Mary, in der Nähe von Orlando. Damit  befindet sie sich in einem 20 Millionen Einwohner umfassenden Einzugsgebiet, zu dem die Metropolen Miami, Tallahassee, Tampa und Jacksonville gehören. Patient*innen mit Kinderwunsch aus 40 Ländern und 30 Staaten suchen Hilfe in den IVI-RMA Global Kliniken in den Vereinigten Staaten. Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der IVI-RMA in Lake Mary bei Orlando ist Dr. George Patounakis, M.D., Ph.D., F.A.C.O.G. Er ist Assistenzprofessor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der University of Central Florida, College of Medicine. Außerdem arbeitet der an den National Institutes of Health in Bethesda, Maryland ausgebildete Mediziner als wissenschaftlicher Forscher. In den USA ist Patounakis ein anerkannter Fachmann im Bereich der Reproduktionsmedizin. Seine Arbeit ergänzt die Fokussierung der IVI-RMA Global Gruppe auf die Forschung. Sie trägt dazu bei, dass das Gebiet der reproduktiven Endokrinologie nicht nur in den USA, sondern weltweit vorangetrieben werden kann.

 

Erfahrung als Gütesiegel für das neue Unternehmen

Die Erfahrung von Ärzten wie Patounakis, Remohí, Pellicer und Scott auf diesem doch noch recht neuen Wissenschaftsgebiet der assistierten Reproduktionsmedizin ist ein Gütesiegel für das neue Unternehmen. Hier findet ein Zusammenschluss statt, der aus drei Stützpfeilern besteht. 1. Ein multidisziplinäres Team aus hoch spezialisierten Experten steht zur Verfügung. 2. Die Patient*innen können von den neuesten Behandlungsmethoden und innovativer Technik profitieren. 3. Ausgezeichnete Leistung auf dem Gebiet der Patientenbetreuung.

 

Forschungsarbeit wird intensiviert

Die neue IVI-RMA Global wird die Forschungstätigkeit intensivieren, die bei der spanischen IVI-Klinik-Gruppe von Anfang an eine fundamentale Rolle spielte. Alleine zu diesem Zweck wurde eine IVI-Stiftung gegründet. In diese investieren alle Kliniken einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen, um die Forschungsarbeiten zu finanzieren. Auf diese Weise soll die assistierte Reproduktion in allen Bereichen optimiert werden. Zum einen was die Ergebnisse anbelangt, zum anderen, um mögliche Nebenwirkungen zu verhindern oder effektiv zu bekämpfen. Einige der Forschungen finden ausschließlich in den Kliniken der IVI statt, andere erfolgen gemeinsam mit Kliniken und Universitäten in anderen Ländern. Durch den Zusammenschluss mit der amerikanischen RMANJ kann die neue IVI-RMA Global die Forschung auf einer noch breiteren Basis betreiben.

 

Kompetenz unter einem Dach

Nicht zu unterschätzen ist die Kompetenz auf beiden Seiten des Atlantiks, die jetzt unter einem Dach zusammengeführt wird. Damit kann künftig eine noch deutlich höhere Zahl an Hilfesuchenden von Techniken und Behandlungsverfahren profitieren. Seit mehr als 27 Jahren bieten die spanischen IVI-Kliniken die besten Techniken in der medizinisch unterstützten Reproduktion an, dank derer inzwischen mehr als 160.000 Kinder auf die Welt gekommen sind. Damit hat IVI eine der besten Erfolgsquoten. Neun von zehn Paaren, die die Hilfe von IVI in Anspruch nehmen, erreichen ihr Ziel.

Noch mehr Paare profitieren von IVI-Innovationen

Nachdem nun IVI-RMA Global die Arbeit aufgenommen hat, haben noch mehr Patient*innen Zugang zu den modernsten IVI-Technologien. Dazu gehören beispielsweise systematische Testverfahren, um herauszufinden, ob chromosomale Besonderheiten vorliegen. Eines davon ist die Genetische Präimplantationsdiagnostik (PID). Mit dieser Methode können Embryonen vor dem Transfer in die Gebärmutter auf Chromosomenanomalien untersucht werden. Ein weiteres Verfahren ist “NACE PLUS”. Der Test wurde für Frauen entwickelt, die eine eventuelle Chromosomenanomalie, dazu zählen die Chromosomen 21, 18, 13, X und Y, des Fötus ausschließen und ihre Schwangerschaft nicht gefährden möchten. “NACE PLUS” ist der derzeit umfassendste, nicht invasive pränatale Test. Mit dem Genetischen Kompatibilitätstest (GKT 547) steht eine weitere innovative Technik zur Verfügung, um die Möglichkeit einer Übertragung genetischer Erkrankungen auf das Kind zu reduzieren. 7000 Krankheiten sind bekannt, die durch die Störung bestimmter Gene ausgelöst werden. Anhand des Kompatibilitätstests lassen sich bis zu 600 Krankheiten ermitteln. Mit derartigen Screeningverfahren steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Schwangerschaft und gesunde Wunschkinder.

Modernste Behandlungstechniken ebnen den Weg zum Wunschkind

Zudem erhöhen eine Reihe von Fertilitätstechniken die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Mit dem Embryoscope lässt sich die Zellteilung eines Embryos in Echtzeit verfolgen. Eine technische Innovation, die nicht nur die Schwangerschaftsrate erhöht, sondern auch die Manipulation der Embryonen außerhalb des Inkubators vermeidet. Lesbische Paare profitieren von der ROPA-Methode (Recepción de Ovocitos de la Pareja, Empfang der Eizellen der Partnerin). Diese Behandlungstechnik ermöglicht zwei Frauen eine gemeinsame Mutterschaft. Bei einer In-vitro-Fertilisation werden die Eizellen der einen Frau gewonnen und in die Gebärmutter der Partnerin implantiert, die das Kind austrägt. Auf diese Weise sind beide aktiv am Prozess von Schwangerschaft und Geburt beteiligt. Erfolgreich angewendet wird auch die MACS-Technik (Immunmagnetische Zellauswahl). Bei dieser Methode werden Spermien, die vor der Befruchtung absterben, ausgesondert. Die gesunden Spermien werden für die künstliche Befruchtung eingesetzt. Damit lässt sich die Schwangerschaftsrate um bis zu 15 % verbessern.

Jahrzehntelange Erfahrung der spanischen Mediziner

Da IVI sich als erste spanische Klinik vollständig auf die assistierte Reproduktion fokussiert hat, kann sie sich auf eine jahrzehntelange Erfahrung stützen. Nach der Gründung 1990 durch die Professoren Remohí und Pellicer, wurden zahlreiche weitere IVI-Kliniken nicht nur in Spanien, sondern weltweit eingeführt. Seither hat sich die assistierte Reproduktionsmedizin stetig weiter verbessert. Und an vorderster Front standen und stehen stets die Mediziner der IVI-Gruppe, die ihr eigenes IVI-Lehrprogramm entwickelt haben. Dazu gehören unter anderem Diagnostik und Therapiemöglichkeiten der Sterilität, Forschung und Krankenpflege. Seit 2004 ist IVI Valencia der Universität Valencia angeschlossen. Dort hat Dr. Remohí eine Professur für Geburtshilfe und Gynäkologie inne. Außerdem ist er als Direktor für den Master in fortgeschrittener endoskopischer gynäkologischer Chirurgie der Universität zuständig. Auch Co-Gründer Dr. Pellicer hat seit 1999 eine Professur für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Valencia. Seit 2006 ist er Dekan der Fakultät für Medizin und Zahnheilkunde in Valencia. Am Universitätskrankenhaus La Fe ist er seit 2009 Leiter der Station für Geburtshilfe und Gynäkologie.

 

Veröffentlichungen in Fachmagazinen, wichtige Preise

Die herausragenden Ergebnisse von Forschungsarbeiten der IVI-Spezialisten, Mediziner und Biologen schlagen sich in zahlreichen Veröffentlichungen in renommierten internationalen Fachmagazinen nieder, wie beispielsweise in der US National Library of Medicine. Die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und die medizinische Exaktheit von IVI wurde außerdem mit der Verleihung unterschiedlichster Auszeichnungen gewürdigt. Zu den wichtigsten gehören die sieben Preise der American Society of Reproduction Medicine (ASRM), die Auszeichnung „Jaime I“ in klinischer Medizin, eine Auszeichnung der Society for Ginecological Investigation oder der Ares Serono Research Award.

 

Hoher Qualitätsstandard in allen Bereichen

 

Wie hoch der Qualitätsstandard der IVI ist, zeigt sich daran, dass alle Kliniken nach ISO 9001 zertifiziert sind. Das betrifft nicht nur eine einzelne Technik oder ein Labor, sondern bezieht sich auf alle Klinikprozesse, ob in Medizin, Biologie oder Verwaltung. Regelmäßige und umfangreiche interne und externe Kontrollen garantieren eine gleichbleibend hohe Qualität.

 

In Führung bleiben und weiter wachsen

 

Auf dieser medizinisch und administrativ hochkarätigen Basis wird auch IVI-RMA Global die Arbeit fortsetzen. Die spanisch-amerikanische Allianz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die assistierte Reproduktionsmedizin zu intensivieren. Das Ziel auf beiden Seiten ist es, im Forschungs- und Wissenschaftsbereich weiterhin in Führung zu bleiben und zu wachsen. Eines der Hauptziele dieser Fusion ist die Zusammenführung bester Behandlungsmethoden und neuesten Technologien, von denen Patient*innen in höchstem Maße profitieren werden.

 

 

 

 

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